Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


bankiers-erziehung

Bankierserziehung

Paulo Freire hatte das Modell des „Nürnberger Trichter“ dafür genommen, unseren üblichen Schul-Vorgang zu beschreiben:

„Die Lehrkraft macht eine Einlage in den Kopf der Schüler, und wenn sie diese Einlage gut wieder geben können, werden sie dafür belohnt. Es geht nicht um eigenständiges Denken oder Varianten, die reine Wiedergabe ist gefragt, wie bei einer Bank.“

Im Gegensatz zur Bankiers-Erziehung soll in der Bewusstseinsbildung der Rahmen des Denken sichtbar gemacht werden, um die Bezüge zu den anderen Feldern zu erkennen und eigenständiges Lernen zu ermöglichen.

Viele der Gedanken von Paulo Freire entsprechen den Ansätzen der Reformpädagogik, wie sie in manchen Projektschulen schon in den 1920er Jahren entwickelt worden waren, aber im „Dritten Reich“ durch Gleichschaltung und Verfolgung oder Vertreibung der jüdischen Internate verloren gingen.

bankiers-erziehung.txt · Zuletzt geändert: 2020/12/29 00:59 von fritz