Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


freistaat_baiern

Über 100 Jahre Geschichte wach halten kann mehr Hoffnung, aber auch Schrecken über den Militarismus und die Verkommenheit der alten Religionen und ihrer Schuld- und Unterwerfungs-Mechanismen zu Tage fördern:

Der Freistaat Baiern wurde „von landfremdem Gesindel“ ausgerufen:

So nannte die reaktionäre Presse die republikanisch denkenden Kräfte, die den alten bayrischen König in die Flucht schlagen konnten: Sie hatten an allen Kasernen dafür gesorgt, dass nicht auf die Arbeiter*innen geschossen wurde, die am 7.und 8. November 1918 ausriefen:

Baiern ist fortan ein Freistaat

was so viel wie Volksstaat oder lateinisch Republik bedeutete, die Sache des Volkes.

Bayern hatte Jahrhunderte Herzöge gehabt, „die vor dem Heer zogen“, aber Napoleon hatte 1806 die Wittelsbacher für ihre Unterstützung bei seinen Kriegszügen gegen Russland mit Franken und einer Königswürde beschenkt. Beides sollte Verluste wie Tirol und Südtirol ausgleichen, aber was brachte es?

Adel und Königtum wurden zur arroganten Herrschaft, auch wenn königstreue Vasallen die „gute alte Zeit“ als schön beschreiben wollten: Die Knechtschaft und Ausbeutung der Arbeitenden war selten nett.

Das Y in Bayern hatte sich Ludwig der 1. als damalige Mode zugelegt, die Arbeiterräte hatten gegen die Moden der französischen und lateinischen Bezeichnungen der Oberschicht die alte Schreibweise „Baiern“ wieder einführen wollen, auch Begriffe wie „Volksbeauftragter“ statt „Minister“, Diener des Volkes.


Politische Gruppen brauchen die Fundierung in Geschichte und Leben ihrer Mitwirkenden, sonst werden sie eine Fluktuation unzufriedener Ehemaliger auslösen, die sich leicht zu enttäuschten Feinden entwickeln. Das Bewusstsein für das breitere Feld fehlt den eingeschworenen Part-Eien, was sie für gesellschaftliches Handeln zu sehr verengt und unfähig macht.

gemeinschaftlich_forschen

gemeinschaftlich Forschen und Lernen in Gruppen und politische Supervision mit Rolf Schwendter im Umkreis der AG SPAK und des Theorie-Arbeits-Kreis Alternative Ökonomie TAKAÖ

Geschichtsarbeit

entstand (im Gegensatz zu den alten Arbeiten der Historiker) in den 1970er Jahren und nahm die eigene Geschichte in den Blick, während die Geschichtsbücher nur die Meinung der Herrschenden wiedergaben: Bis 1966 zum Beispiel die Thesen, dass der 1.Weltkrieg durch ungünstige politische Konstellationen „ausbrach“, während die Jahrzehnte von Aufrüstung, alldeutscher Hetze und antisemitischem Germanentum, internationalem Kolonien-Wettstreit und rassistischer Ausbeutung verschwiegen wurden.

Mehr zu Geschichtswerkstätten hoffentlich auch auf den Seiten des http://Arbeiterarchiv.de München: Meine Unterlagen der letzten Jahrzehnte liegen dort im Arbeiterarchiv im Regal 84 von AG SPAK bis zu den Neuen Soziale Bewegungen, zu Forumtheater und zur Gewaltfreien Aktion in der Anti-Atom- und Friedensbewegung der 1980er Jahre, die Arbeit mit dem Forumtheater quer durch die europäischen Lande und Einrichtungen: Bis zur Anwendung des Legislativen Theater in München.

Geschichte neu denken lernen

Wir hatten alle eine Geschichte der Herrschaft gelernt, als wäre das Treiben der Kaiser, Könige und Kanzler, des Adels und der Kirchen, der Militaristen als unser „Gott“-gegebenes Schicksal. Die Rätezeit war ein Aufbruch der demokratischen Kräfte im Freistaat Baiern, der von den Reaktionären mit Unterstützung der kaisertreuen SPD niedergeschlagen wurde, brutal wie zuerst Kurt Eisner erschossen, wie Gustav Landauer erschlagen und später Erich Mühsam im KZ Oranienburg „selbstgemordet“. David Graeber befreit uns von der „Tradition der Könige“: Anfänge – Eine neue Geschichte der Menschheit

Postfaschismus im Westen

Der Postfaschismus im Westen war schon sofort nach der Befreiung / Besatzung / wichtiger als die Entnazifizierung, die Wissenschaftler landeten im Kalten Krieg des Postfaschismus … Die Justiz des „Dritten Reiches“ hat in den Nachkriegsjahren ohne nennenswerte Selbstkritik weiter gemacht. Bis heute werden militaristische Wehrmachts-Denkmäler verteidigt …

Auch Professoren, die Jahre lang gelehrt und geschrieben hatten „Des Führers Wille ist Gesetz“ konnten weiter machen und sogar CSU-Kultusminister werden, unter Pseudonym in der Nationalzeitung schreiben, deren Studierende dann auch Bundespräsident: Prof. Maunz und Roman Herzog. …. https://www.blogger.com/blogger.g?blogID=23516657#allposts

Neue Soziale Bewegungen

nennt man die Bewegungen der Frauen- und Friedensbewegung, der Bürgerinitiativen, Bündnisse und Gruppen zu allen Themen der Beteiligten, Gesundheit, Selbsthilfe, Selbstorganisation von Netzwerk und Geschichtsarbeit, Lesben-und Schwulen-Bewegung, Mietsyndikat http://syndikat.org

Die Geschichte der Bewegungen

ist für München ausführlich im Wiki http://protest-muenchen.sub-bavaria.de gesammelt, und ist mit den Bewegungen um den theoriearbeitskreis alternative oekonomie takaoe in der AG SPAK bis zur beginnenden Umweltbewegung nachzuvollziehen …

@baiern@ http://freeradical.zone

freistaat_baiern.txt · Zuletzt geändert: 2022/05/03 17:43 von fritz