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Kritische Psychologie, Gesellschaft und Macht

Kritische Psychologie entstand, vereinfacht gesagt, aus der Frage, was ist ein gesunder Mensch, als die Ansammlungen von psychischen Befindlichkeiten, Begriffen und Krankheitszuschreibungen all zu schwammig wurden … und was ist das Menschenbild außerhalb der Statistik?

Kritische Theorie

Die Kritische Theorie wird auch als Frankfurter Schule aus den 1920er Jahren bezeichnet, mit Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Leo Löwenthal und Erich Fromm, emigrierte natürlich und wurde von den etablierten ärztlichen Kreisen in Deutschland weitgehend ignoriert.

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/kritische-theorie/8347

Klaus Holzkamp und heutige Umkreise

„Die Kritische Psychologie ist eine Arbeitsrichtung mit interdisziplinären Bezugsebenen und politischer Stoßrichtung gegen die Psychologisierung und Naturalisierung gesellschaftlicher Widersprüche.

Wir laden interessierte Studierende, Forschende und Praktizierende aus der Psychologie und anderen Fachrichtungen ein, um sich mit uns gemeinsam über die Grundkonzepte der Kritischen Psychologie auszutauschen, aktuelle Fragestellungen und Studien zu diskutieren, uns zu vernetzen und weiterzubilden.

Die Ferienuni findet vom 8. bis 12.September 2020 an der Alice Salomon Hochschule in Berlin statt. Die Teilnahme an der Ferienuniversität Kritische Psychologie ist kostenlos.

Weitere Infos, Ankündigungstext, Anmeldung und bald das Programm auf: https://www.ferienuni.de

English information regarding Critical Psychology Summer School 2020: https://www.ferienuni.de

https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/kritische-psychologie-und-politische.html

Gute Artikel: https://taz.de/Archiv/!s=&Autor=Dagmar+Schediwy/

Kritische Pädagogik und Radikale Pädagogik

Kritische Pädagogik und Radikale Pädagogik haben sich in Kanada und den USA in den letzten Jahrzehnten mehr verbreitet als bei uns, wo die Folgen des Kalten Krieges im alten Antikommunismus wieder spürbar werden.

http://eineweltnetz.org/die-faehigkeit-kritisch-zu-denken-wenn-der-kopf-rund-ist/

Erweiterung des Kreises der kritischen Pädagogik http://fairmuenchen.de/20693866-2/

bewusst.päd und die zeitschrift für befreiende pädagogik der Paulo Freire Gesellschaft, damals in München und als Arbeitsgemeinschaft in der AG SPAK als Europäischer Arbeitskreis Bewusstseinsbildung

Zwischen Medien, Panik und Virus-Informationen

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Medien und Politik, internationalen Entwicklungen und medizinischen Grundlagen - wo findet sie fundiert statt?

Stimme und Rolle der Kritischen Psycholog*innen im gesellschaftlichen DiskursPsycholog*innen im gesellschaftlichen Diskurs

https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/7lfvWx32ACiTxmgj6YY9R70g/

Eine erste, noch nicht nach Themen unterteilte Telegram-Gruppe haben wir bereits erstellt: https://t.me/AntiCovidPsychologie

Theater der Unterdrückten und Supervision

Anne Keiner: Das Theater der Unterdrückten als Impuls für eine emanzipatorische Supervision

„Inwieweit ist Augusto Boals partizipatives Theater in der Supervision anwendbar?

Anne Keiner gibt einen kenntnisreichen Einblick sowohl in die Grundlagen des Theater der Unterdrückten als auch der berufsbezogenen Beratung.

Anhand der Ebene Theorie, Haltung und Methodik zeichnet sie den Fachdiskurs beider Gegenstandsbereiche nach, um schließlich differenziert die Anwendbarkeit von Boals Befreiungstheater für die Supervision zu untersuchen – beide sind gleichermaßen Orte der Aufklärung.

Theater als supervisorische Intervention lädt ein, nicht stehen zu bleiben, sondern in Bewegung zu kommen, zu experimentieren und den „Möglichkeitssinn“ (Musil) zu erweitern. In diesem Sinne: Vorhang auf – es eröffnen sich neue Möglichkeitsräume!“

https://www.ibidem.eu/de/das-theater-der-unterdrueckten-als-impuls-fuer-eine-emanzipatorische-supervision.html

Ein Aufruf

Liebe Kollegen und Freunde aus aller Welt!

Mit Ian Parker, dem geschäftsführenden Herausgeber der Zeitschrift, haben wir vereinbart, die ARCP-Ausgabe 2023 (Annual Review of Critical Psychology - http://www.discourseunit.com/annual-review/) für die Präsentation von Arbeiten zu verwenden:

(Kritische) Psychologie als Politik mit anderen Mitteln – oder: menschliches Handeln/Handeln ist immer politisch.

Zunächst möchten wir Sie einladen, mitzuarbeiten/mitzumachen, indem Sie einen Beitrag zur Ausgabe einreichen!

Wir sind dankbar für Ihr Feedback und Ihre Ideen sowie für Vorschläge weiterer Kolleginnen und Kollegen, die wir zur Teilnahme an diesem Projekt einladen könnten.

Die „Idee“ für dieses Problem ist ganz einfach:

Heute, mehr als 100 Jahre nach ihrer Gründung, ist die Psychologie ein riesiger Wirtschaftszweig. Diese Branche produziert mit ihren internationalen Konzernen, lokalen Spin-offs und Derivaten Wissen, Interventionen und soziale Ergebnisse. Die Produktion und Verbreitung von Wissen sowie psychosoziale Interventionen und deren Wirkungen sind inhärent politische Praktiken.

Die psychologische Industrie betrachtet diese Praktiken jedoch als neutrale Technologien, die darauf abzielen, zu helfen und zu verbessern. Dabei verschleiert die psychologische Industrie bewusst ihre ständige Beteiligung an Maßnahmen zur sozialen und gesellschaftlichen Kontrolle.

Zwar hat die Verbindung von Psychologie und „dem Politischen“ (als vermeintlich separater Anwendungsbereich) viele Facetten. Dazu gehören unter anderem Psychologie und Politik (z. B. Persönlichkeit und Kultur, Persönlichkeit und Gesellschaft, autoritäre Persönlichkeit), Psychologie in der Politik (z. B. Konfliktlösung, politisches Handeln und Kommunikation, Konformität, Staatsbürgerschaft, Verantwortung), politische Psychologie (z. B. Kollektive/Koalitionen, „Massen und Mobs“, politische Sozialisation und Bewegungen) oder Politik in der Psychologie (z. B.Positivismus, Dekontextualisierung, Varianten der Kritischen Psychologie).

Trotz dieser Bandbreite wird der politische Charakter menschlichen Handelns in der Regel als Mehrwert konzeptualisiert, den der einzelne Psychologe entsprechend seiner politisch-ethischen Ausrichtung und Investitionen von außen zu erbringen hat.

Die Untersuchung des politischen Charakters jeglichen menschlichen Handelns wird ignoriert, weil es sich nicht unter eine spezialisierte Unterdisziplin der Psychologie subsumieren lässt. Umgekehrt wird das „Politische“ ausschließlich von der „politischen Psychologie“ behandelt.

Der politische Charakter menschlichen Handelns ergibt sich aus seiner gesellschaftlichen Kontextualisierung. Es beschreibt menschliches Handeln als konstituierend und konstituiert durch das Soziale und als sich durch Planung, Organisation, Fürsorge, Prävention, Voraussicht usw. auf die Sozialität ausdehnend umfasst 'transzendente' Bezüge jenseits des konkret handelnden Individuums und der individuelle Handlung. Agentur kann nicht einfach mit der Durchführung, Ausführung oder Durchführung bestimmter (vorgegebener) Aufgaben gleichgesetzt werden.

Tatsächlich müssen wir seine Fähigkeit erkennen, (gegebene) Fragen zu beantworten und (bestehende) Probleme zu lösen. Wir müssen die Handlungsfähigkeit aber auch in der Fähigkeit zur Frageformulierung erkennen, d. h. in ihren antizipativen und gestalterischen Dimensionen, die Phänomene als problematisch identifizieren und Korrekturmaßnahmen verlangen. Menschliches Handeln erhält, erhält und fördert alternative soziale Beziehungen – und ist daher immer politisch.

Menschliches Handeln kann nur verstanden werden, wenn man seine präfigurativen Qualitäten und Dimensionen stets erkennt und reflektiert. Mit diesem (kritische) Psychologie ist immer auch politisch. Letztlich ist (kritische) Psychologie also Politik mit anderen Mitteln.

Unser Call for Papers für diese Sonderausgabe von ARCP geht von dieser Perspektive aus, Psychologie als Politik auf andere Weise zu betrachten – im Gegensatz zu einer Sichtweise, die das Politische als individuelle Ergänzung zu menschlicher Handlungsfähigkeit, psychologischen Theorien oder psychologischen Praktiken behandelt.

Wir laden Sie ein, in die breite und tiefe Beziehung zwischen Psychologie und Politik einzutauchen. Mögliche Ansätze umfassen die politischen Annahmen, die in unsere psychologischen Theorien und Praktiken (ob professionell oder populär) eingebettet sind, die Entstehung unterschiedlicher Subjektivitäten und Subjekte zusammen mit ihren individuellen Standpunkten innerhalb der psychologischen Theorie und/oder Praxis und das Auftauchen der unterschiedlichen – explizit oder stillschweigend – Interessen dieser Subjekte.

Nächste Schritte: ● Bitte reichen Sie zunächst eine Interessensbekundung mit einem Arbeitstitel und einer kurzen Zusammenfassung Ihres geplanten Beitrags an diese eMail ein: marvakis @ eled.auth.gr

● Da die meisten Autorinnen und Autoren ihren Beitrag wahrscheinlich zunächst nicht auf Englisch schreiben, können wir den Review-Prozess – wie in früheren Zeitschriftenausgaben – in der Originalsprache abwickeln. Autoren können ihre Arbeiten in ihrer original Sprache verfassen und überarbeiten und müssen nur ein Englisch endgültige Version zur Verfügung stellen. So sparen wir wertvolle Ressourcen (Arbeit, Zeit und Geld)!

● Wir werden unsere neue Liste von Beteiligungen an alle Mitwirkenden weitergeben, um die Möglichkeit zu geben, uns gegenseitig zur Klärung und Zusammenarbeit zu kontaktieren. Die Liste bleibt offen, während wir unsere Reichweite basierend auf zusätzlichen Vorschlägen von Ihnen erweitern.

● Das elektronische Format des ARCP ermöglicht uns Flexibilität sowohl hinsichtlich der Länge der einzelnen Beiträge als auch hinsichtlich der Gesamtzahl der Beiträge (Unsere ARCP-Sonderausgabe 2019 umfasste 1.400 Seiten und mehr als 60 Beiträge aus allen auf der ganzen Welt!).

Wir freuen uns auf Ihre Interessensbekundung und unsere Zusammenarbeit bei diesem Projekt! Athanasios, für das Redaktionsteam marvakis @ eled.auth.gr

Kritische Pädagogik

kritische_psychologie.txt · Zuletzt geändert: 2021/08/27 10:15 von fritz