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laura_und_fritz_perls

Laura Perls wuchs in Pforzheim auf, studierte in den 20er Jahren Jura, Psychologie und Philosophie, lernte dabei den Begriss Gestalt-Philosophie als Denkrichtung, lernte Psychoanalyse, heiratete Fritz Perls und bekam einen Sohn,

hielt mit ihm und Wilhelm Reich in der marxistischen Arbeiterschule Berlin in den 30er Jahren Vorträge emigrierte mit Fritz und dem Sohn in die Niederlande und nach Südafrika, wo sie gemeinsam die neue Richtung der existenziellen Therapie als Gestalttherapie begannen

kam mit ihnen auf Anregung Paul Goodmans in die USA und schrieb gemeinsam mit diesem und dem Arzt und Psychologie-Professor [https://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_F._Hefferline Ralph Hefferline] die Grundlegung Gestalttherapy definierte nach der Trennung von Fritz einen eigenen Arbeitsstil, der als „Ostküsten-Stil“ bezeichnet wurde, brachte die Asche von Fritz nach Pforzheim …

Interview in der „Gestaltkritik“ [http://www.gestalt.de/laura_perls_trialog.html] Bücher: Leben an der Grenze [http://de.wikipedia.org/wiki/Laura_Perls wikipedia dt ]

Ausführlicher:

Fritz und Laura Perls

Laura und Fritz Perls lernten sich wohl in Frankfurt/ Main bei den Studien zur Gestaltphilosophie näher kennen, heirateten in den 20ern und hatten in den 30er Jahren ihr erstes Kind in Berlin, während sie auch mit Wilhelm Reich und vielen anderen Vorträge zur Psychotherapie hielten und die Aufklärung für Jugendliche in deren Gruppen und der SEXPOL aus den vielen Frauen-Abtreibungs-Initiativen und Sexualberatungsstellen aufbauten.

Die Marxistische Arbeiterschule MASCH in Berlin war einer heutigen Volkshochschule ähnlich, und es gab auch einen selbstorganisierten Bereich der Jugendlichen, wie Ernest Bornemann berichtete.

Bernd Bocian:

Fritz Perls in Berlin 1893-1933, 'Expressionismus - Psychoanalyse - Judentum'<br /> 'Grundlagen schon in der Dissertation [http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2003/393/pdf/bocian_bernd.pdf als PDF]'<br /> Fritz Perls als Sanitäter [http://www.gestalt.de/bocian_krieg.html im 1. Weltkrieg], bei Giftgaseinsätzen, beginnt zu rauchen, erlebt z.T. schwierige Lehranalysen, Konflikte mit der von Papa Freud gesteuerten Psychoanalytischen Gesellschaft (die zuerst unter den Nazis aus taktischen Gründen „judenrein“ wird, politisch Denkende wie Wilhelm Reich und später dann auch viele homosexuelle Mitglieder - prinzipiell - ausschließt

Gestalttherapie -Grundlagen der Lebensfreude und Persönlichkeitsentfaltung http://www.buchausgabe.de/shoproot/39author.html Paul Goodman], Perls, Frederick S., Hefferline, Ralph F. Klett-Cotta Verlag 24,50 € http://www.buchausgabe.de/shoproot/14topic.html

http://www.buchausgabe.de/shop/evaluation/add.form?itemId=88&language=de ISBN:3-608-94434-6 Aus dem Amerikanischen neu übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Reinhard Fuhr, Milan Sreckovic und Martina Gremmler-Fuhr (Orig.: Gestalt Therapy. Excitement and Growth in the Human Personality. The Julian Press, New York, 1951)

Dieses Buch enthält die theoretische Fundierung der Gestalttherapie. Als Grundlage seiner Theorie führte Perls die Idee der »Gestalt« ein, die er die »höchste Einheit der Erfahrung« nennt. Diese kann nur erreicht werden, wenn in der Auseinandersetzung mit der Umwelt die brachliegenden Möglichkeiten des Selbst mobilisiert und fortdauernd erweitert und gefestigt werden.

Das englischsprachige Originalwerk ist in einem Band erschienen, während die deutsche Ausgabe aus zwei Bänden besteht: aus dem vorliegenden, der die theoretische Fundierung der Gestalttherapie darstellt (bisheriger Untertitel: »Lebensfreude und Persönlichkeitsentfaltung« bzw. bei dtv: »Grundlagen«) und dem Band »Gestalt- Therapie. Wiederbelebung des Selbst« (bei dtv: »Praxis«), der die Experimente zur praktischen Anwendung der Gestalttherapie umfasst. Beide Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.

Fritz Perls spielte in seinen jungen Jahren in Berlin

bei Max Reinhardt Theater und schätzte dessen fortschrittlich einfühlsame Art der Inszenierung. In seinen späteren Anleitungen von Gruppen bezog er sich öfters auf die Inszenierung, z.B. von Konflikten, und arbeitete - wie auch Laura Perls, die vom Ausdruckstanz geprägt war - oft mit der bildhaften Darstellung von Thematiken.

George Tabori erlebte die Arbeit von Fritz Perls und brachte wiederum Gestaltelemente in die Regiearbeit an den eher steifen deutschen Bühnen, was bei etlichen SchauspielerInnen, bei der Kritik und dem Publikum zu Irritationen führte. Tabori wollte auch gerne gleichberechtigt mit konstanten Gruppen arbeiten, was dem Arbeitsstil an deutschen Bühnen völlig widersprach. Quelle: Gundula Ohngemach: George Tabori, Reihe Regie im Theater, Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt / Main 1989

Das Theater ist ein Liebesakt: Gespräch mit George Tabori von Tanja Neumann, taz kultur mi 24/1/90:

Viele Schauspieler, die mit dir gearbeitet haben, haben gesagt, daß du dabei sehr viel Gelassenheit hast. Die Arbeit selber ist vitalisierend. Man kommt auf die Probe, immer ängstlich, verspannt, krank sogar, und dann, wenn's anfängt zu laufen: dann geht alles. Theater ist sehr therapeutisch. Viele Regisseure machen das so, daß die Schauspieler ihre privaten Probleme zu Hause lassen - das geht so nicht.

Daraus entsteht ein riesiges Loch zwischen dem Menschen und der Rolle, das kann sehr pathologisierend wirken. Darum werden Schauspieler ja auch so oft krank. Und dieses Loch ist nur Angst, denn: da bin ich weder ich, der Schauspieler Schmidt, noch der Othello, sondern ich bin dann nirgends. Und das kann man verhindern.

'Kann man das lernen durch sehr viel Aufmerksamkeit?' Ja, ich glaube schon. Ich hab' ein paar Regeln: das einzige, was man im Theater nicht vergessen darf, ist, daß der Schauspieler - also der Hauptträger der Sache - ein Mensch ist. Ich meine das nicht sentimental, sondern: man soll ihn respektieren als Menschen, und nicht als eine Maschine, die produziert. Lawrence Olivier sagte mal: Das Theater ist ein Liebesakt. (S. 17)

http://forumtheater.blog.de/2005/12/30/theater_im_dialog_heiter_aufmupfig_und_d%7E428136 Theater im Dialog: heiter, aufmüpfig und demokratisch

Irgendwo gibts auch meinen letzten Artikel zu lesen: Die Verwandtschaft von Gestalt und Forum-Theater erschienen in: Helmut Wiegand (Hg): 'Theater im Dialog: heiter, aufmüpfig und demokratisch: Deutsche und europäische Anwendungen des Theaters der Unterdrückten.' Mit einem Beitrag von Augusto Boal. als Buch bei mir oder im ibidem-Verlag zu haben: http://ibidem.eu

laura_und_fritz_perls.txt · Zuletzt geändert: 2021/09/15 21:26 von chromedaa