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aktivierende_befragung

aktivierende Befragung

Ein Beispiel einer aktivierenden Befragung aus der Gedankenwelt von Paulo Freire

Eine Gruppe der Kath. Landjugend geht in einen anderen Ort und befragt die Menschen zum Leben im Ort. Für einen Tag nach der Befragung (z.B. übernächsten Mittwoch) wird zu einem Dorfabend eingeladen, an dem alle Ergebnisse zusammengefasst vorgestellt und diskutiert werden sollen. Alle wichtigen Leute im Dorf werden befragt, es wird auch befragt, wer sonst noch befragt werden sollte.

Am Dorfabend sind alle gespannt, was die anderen gemeint hatten, zum Leben im Dorf, den Berufsmöglichkeiten, Verkehrsbedingungen, Kinder- und Schülerleben, was gemeinsam geschehen könnte oder warum nicht. Als Dank befragt die Dorfjugend das andere Dorf …

Die Methode wirkt aktivierend, weil auch gefragt wird, was die Leute selbst tun möchten und zusammen mit anderen unternehmen würden, was in den verschlafenen und aussterbenden Dörfern, manchmal auch zerstritten, sonst nicht losging.

Wie würde eine solche Befragung die Seminare in der Hochschule verändern? Wie ist der Unterschied zu den Befragungen, die ihr bisher kennengelernt habt?

Auf eine aktivierende Befragung darf auf keinen Fall passieren: Passivierende Methoden: Wir machen das für euch …

Aktivierende Befragung einer Gruppe: Zeitlich vereinbarte Mitarbeit in einem Projekt mit dem Angebot einer gemeinsamen Reflexion von EURER Seite: Wie habe ich die Gruppe erlebt: In Zusammenarbeit, Rollen, Aussenwirkung …

„Dialog als Begegnung zwischen Menschen zur 'Benennung' der Welt ist eine grundlegende Voraussetzung ihrer wahren Humanisierung.“ (Paulo Freire: Pädagogik der Unterdrückten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1973, S. 116)

aktivierende_befragung.txt · Zuletzt geändert: 2020/02/19 15:07 von fritz