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antikommunismus

Der Antikommunismus begann als Reaktion auf die anarchistischen und marxistischen Ideen der 1.Internationale, die mit dem Titel „Es geht ein Gespenst in Europa um“, das kommunistische Manifest.

Was den Arbeitern mit hungernden Kindern zur Hoffnung wurde, erschreckt die Reichen, die dann Bilder von Aufständen, Enteignung, Fürstenmord, etc bis heute mit ihren Bürgerkriegs-aufgerüsteten Polizeikräften in ihren bezahlten oder öffentlich kontrollierten Medien verbreiten.

In der Revolution und Räterepublik begann in Bayern die Thule-Gesellschaft mit Hakenkreuz und Schwert,die germanischen Mythen gegen selbst aufgeblasene jüdische Rasse-Vorstellungen hochjubelten, worauf der „Führer“ dann gerne einstieg, als er die finsteren Emotionen erlebte.

Die Reaktion, die Anwälte und Richter, die Polizei und Presse des Adels, der Banken, der Kirchen und Militärs, dann auch der Mehrheits-Sozialdemokraten, nachdem sie die Arbeiterräte und Kommunisten verraten hatten, führte nach 1919 weiter zum Faschismus.

Der Übergang der Hakenkreuzler zum Führerkult ist wie in der Thulegesellschaft im Hotel Vierjahreszeiten in München grade noch mal neu nachzuvollziehen, weil viele Historiker*innen neu auf die Geschichte schauen, die unter dem Schweigen des Postfaschismus vergraben war.

Der Antibolschewismus der Arbeitgeber und Gewerkschaften hatte einen 500 Mio-Fonds zur Finanzierung der Freikorps und zu Bekämpfung der Arbeiterräte, die im Ursprung ja auch Sozialdemokratisch waren, aber eben pazifistisch, genossenschaftlich und teilweise anarchistisch …

Im Postfaschismus ab 1950 waren die Nazi-Anwälte und Richter wieder im Amt und wirkten weiter … als Reaktion wie nach 1919 nach der Rätezeit gnadenlos …

In der Nachkriegszeit war die „Entnazifizierung“ mit Zustimmung der früher noch sehr obrigkeitsgläubigen Kirchen im Postfaschismus der 1950er und 1960er Jahre schnell verschwiegen, die leisen Worte über die „Persilscheine“ des Kardinal Faulhaber hatten viele hohe Funktionäre wieder in ihre Ämter gebracht.

Von 1957 bis 1964 hatte die CSU den NS-Juristen Theodor Maunz zum Kultusminister gemacht, sein früherer Mitarbeiter Roman Herzog schaffte es später noch zum Bundespräsidenten: „Der Wille des Führers ist Gesetz!“

1994 waren die entwicklungspolitischen Gedanken noch nicht so sehr in unserer Gesellschaft verankert, der in fast allen Einrichtungen und Parteien herrschende Antikommunismus hinderte auch die Leitung der LMU, der Münchner Universität, den Gast Paulo Freire aus Brasilien zu begrüßen, sie kamen lieber über die Hintertür auf die Bühne, als dem 35fachen Ehren-Doktor bei der Würdigung ihrer eigenen neuen Doktoren vorgestellt zu werden:

Flavia Mädche: Kann Lernen wirklich Freude machen?

Dr. Flavia Mädche hatte an der LMU mit einer Arbeit über Freire’s Befreiende Pädagogik promoviert Kann Lernen wirklich Freude machen und freute sich, ihr Vorbild an der Hochschule begrüßen zu können, aber … sie waren zu feige, ihm zu begegnen ….

antikommunismus.txt · Zuletzt geändert: 2021/06/05 12:01 von fritz