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bewusstsein

Bewusstsein ist im Sinne der Befreienden Pädagogik das breitere Wissen um die Felder des Wissens, nicht eine Anhäufung in Schubladen, sondern ein Denken in gesellschaftlichen Zusammenhängen, eine Kritische Praxis der Bildung.

Bewusstsein wird in der Psychoanalyse und den humanistischen Therapien auch im Gegensatz zu Unbewusst, zu Unterbewusst und zur Verdrängung gedacht, die ein langfristig belastender Prozess werden kann.

Meister Eckhart (*zwischen 1250 & 1270 bis 1327) übersetzt von Gustav Landauer (ermordet 2. Mai 1919): Mystische Schriften

Von stetiger Freude

 "Die Seele hat etwas in sich, ein Fünklein der Vernünftigkeit, das nimmer erlischt,
 und in dies Fünklein versetzt man das Bild der Seele als in das oberste Teil des Bewusstseins;
 und es ist auch Erkennen in unsern Seelen, das äußern Dingen nachgeht,
 nämlich das sinnliche und Verstandeserkennen, 
 das in Gleichnissen und in der Sprache vor sich geht, das verbirgt uns dies. (insel TB S.41)

Unsere Kultur setzt auf Erziehung und Wissen,

spricht viel von Bildung, meint damit oft die berufliche Halbbildung, spricht aber wenig über das bewusste Sein:

Wenn wir nur funktionieren, laufen wir auf einer automatischen Routine, die aber nicht wirklich bewusst ist, weil das Denken mit anderen Dingen beschäftigt ist, auch mit der Produktion von Ausreden.

Denken und Fühlen mit der Realität in Übereinstimmung zu bringen braucht Konzentration, wie sie in guten Gesprächen, in kreativer Arbeit und Meditation, sogar im guten Schlaf im Traum entsteht.

Bewusstseinsarbeit ist die Nutzung unserer inneren Kräfte, das äußere Geschehen nicht nur über das Denken zu verarbeiten, sondern auch durch eine Integration in unsere körperliche Gestalt, unsere Organe und Sinne, unsere Wahrnehmung.

Bewusstseinsbildung in der Theaterarbeit: Re-Inszenierung von Druck-Situationen zu ihrer gemeinschaftlichen Lösung im Theater der Unterdrückten weltweit wie auch wieder in Sao Paulo https://forumtheaterblog.wordpress.com/bewusstseinsbildung/ mit Forumtheater und die Aufstellung von Statuen im Theater der Unterdrückten

Echter Dialog und auch Dialektisches Denken, kann die anderen Meinungen und Gegensätze in ihrer Wirksamkeit mit einbeziehen:

Polaritäten waren wie Dialektisches Denken ein wichtiges Thema in den Auseinandersetzungen der 1930er Jahre in Berlin, wo Salomon Friedlaender das Stichwort in die Psychoanalyse brachte, zur Entwicklung der Gestalt.

Gestalt nennen wir die Zusammenarbeit von Körper, Geist und Seele oder Psyche, die ein Bewusstsein von den Funktionen unseres Körpers, ein Wissen um unsere Denkstrukturen und ein Gefühl für unser inneres Seelenleben, die Richtungen der Schwingungen, Stimmungen und ihrer Veränderbarkeit entwickeln.

Leibgestalt heisst eine Fortbildungsreihe der Ärztin, Gestalt-Ausbilderin und Therapeutin Elisabeth Schlageter zuletzt im https://maria-ward-haus.de westlich von Augsburg an der Zusam.

Für die bisherigen Teilnehmenden gibt es jährliche Fortbildungs-Seminare zu Themen der Teilnehmenden.

Der Traum von einer Sache

  ... Reform des Bewusstsein nicht durch Dogmen, sondern durch Analysierung 
  des mystischen, sich selbst unklaren Bewusstseins, trete es nun religiös oder politisch auf. 
  Es wird sich dann zeigen, dass die Welt längst den **Traum von einer Sache** besitzt ... 

Karl Marx, Brief an Ruge, Kreuznach September 1843

Pier Paulo Pasolini zitiert (wie Rosa Luxemburg) Karl Marx: Der Traum von einer Sache sind seine Jugenderinnerungen 1948 im friaulischen Bauerndorf, von dem die Jungs ins kommunistische Jugoslawien zum Arbeiten wollen, aber dort fast vor Hunger umkommen …

bewusstsein.txt · Zuletzt geändert: 2021/05/16 15:06 von fritz