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charles_fourier

Den Traum von einer gerechten, antiautoritären Gesellschaft hatte Bakunin allerdings nicht als Erster. Er begegnet schon in den alten Religionen Persiens und Palästinas und bei den Ketzern des Mittelalters. Doch erst mit der Französischen Revolution gewannen diese Utopien politische Stoßkraft.

Es waren keine Arbeiter, sondern emanzipierte Bürger wie der Journalist Babeuf oder der Textilindustrielle Owen, die mit Genossenschaften zu experimentieren begannen. Die Bewegung hatte ihre Paradiesvögel:

Charles Fourier verband die soziale Revolution mit einer befreiten Sexualität. Der Schneidergeselle Wilhelm Weitling forderte die Abschaffung des Geldes und eine zentralistische Planwirtschaft. Die sozialistischen „Klassiker“ Marx und Engels vermissten bei diesen bisweilen recht romantischen Vordenkern die wissenschaftliche Fundierung, übernahmen aber viel Ideengut vor allem von Henri de Saint-Simon und dem „Kommunistenrabbi“ Moses Hess.

Neben dem Trend zum Staatssozialismus blieb in der Arbeiterbewegung immer die Idee der genossenschaftlichen Selbstverwaltung lebendig: Die freie Assoziation kleiner Produzenten könne die Anhäufung von Profit in den Händen weniger Reicher und die Ausbeutung der Arbeiter am besten verhindern.

http://www.bakunin.de/

Wichtige späte Vertreter der Gedanken Fouriers

waren u.a. Prof. Dddr. Rolf Schwendter, der in seiner Speisekunst von den 64-gängigen Menues schwärmte und in einem legendären Sommerseminar des Theoriearbeitskreis Alternative Ökonomie takaö in einem alternativen Tagungshaus zusammen mit den Teilnehmenden ein solches zubereitete …

… und dabei reichlich, wie auch in manchen seiner Bücher, aus den Schriften Fouriers zitierte.

charles_fourier.txt · Zuletzt geändert: 2022/09/21 14:07 von lenni