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Viele Fragen:

1. Wie erlebt Ihr die Einschränkungen in Corona Zeiten im Hinblick auf Demokratisierung und Bürgerbeteiligung?

2. Können neue Kooperations- und Kommunikationsformate der digitalen Räume kompensierende Funktionen übernehmen? Oder bleibt die digitale Kommunikation weiter angewiesen auf Formate der direkten Interaktion?

3. Welche Empfehlung könnten wir an den zukünftigen Stadtrat der LHM abgeben? Wie sollte Zivilgesellschaft unterstützt werden, um Vertrauen und Solidarität zu stärken? Welche kluge Verbindung von offline und online tools sollte es dazu geben und für die Zeit nach Corona verstärkt hochgefahren werden?

und:

wie Politik und Gesundheitsinstitutionen es versäumt haben, uns vorzubereiten (von Schutzkleidung bis Infektionsvermeidung)

und wie die gesellschaftlichen und individuellen Folgen des (vermutlich für kurze Zeit richtigen) shut downs und seiner Aufhebung nicht diskutiert werden:

es fehlen mir Kontexte, Einordnungen, Aufklärung und Zukunftsperspektiven bei gleichzeitiger Tabuisierung von Faktoren und Ursache-Wirkungs-Beziehungen (warum keine Vorsorge-Lagerbestände an Schutzkleidung und Betten mehr da?;

privatisiertes, kaputtgespartes Gesundheitssystem; „Helden“ der Arbeit im Prekariat bekommen Applaus statt faire Entlohnung?)

ganz zu Schweigen von einem Mitnehmen der Bürger*innen und Bürger über Überzeugung statt Verbote.

Erst jetzt kommen wir drauf, dass individuelles Verhalten ein maßgeblicher Schlüssel ist zur Infektionsminderung.

Ich finde es auch ganz schlimm, dass die Zivilgesellschaft so entmachtet wird - Versammlungsverbote, Kontaktverbote (in Bayern außerhalb des eigenen Haushaltes! auch bei Einhaltung von Mindestabständen).

Der ökonomische Schock wird für die am existenzbedrohlichsten sein, die schon jetzt zur weniger gut verdienenden und wenig bis Schulden besitzenden Hälfte der Bevölkerung gehören.

Anfügen würde ich noch:

Von der Spanischen Grippe bis zu Schweine- und Vogelgrippe haben wir die Geschichte der Virologie und die Veränderungen des kranken Gesundheitssystems nicht als politische Bürger gesehen:

Die WHO ist in der Hand der Konzerne, die unsere  Medien und Paniken steuern können, https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/200408-Muthesius_Corona_II_Endfassung_NEU.pdf

Von der alten autoritären Lateiner-Medizin (neben Lateiner-Theologen und Juristen-Latein) waren wir nicht zu einer demokratischen Einrichtung unserer KRANKEN HÄUSER gekommen, machten uns Gesundheitstage und Gesundheitsläden schon mal klar,

aber es gibt in Berlin ein spannendes Ärztekollektiv https://www.praxiskollektiv.de/aktuelles-zur-coronakrise/

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corona-fragen.txt · Zuletzt geändert: 2020/04/10 00:04 von fritz