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Dialog und Dialektisches Denken

Echter Dialog und auch Dialektisches Denken werden oft durch „inszenierte Dialoge“ in den Monologen von Lehrenden und Vortragenden ersetzt, die mögliche Antworten der zuhörenden in ihrem Monolog abhandeln.

Autoritäre Systeme und Machtstrukturen wollen keinen echten Dialog, der überraschende und neue Fragen und Haltungen, neue Verhältnisse hervorbringen würde.

Die Tiefe der Begegnung im Dialog hat Martin Buber in seinen Schriften zum „ICH UND DU“ ausgelotet, in denen er auch mit der ritualisierten Religiosität abrechnet,

Dialektisches Denken meint auch ein Denken in Gegensätzen, was manchmal hilfreich, manchmal zu extrem sein kann: Wenn jemand nur im Jammern bleibt, was ist der Vorteil davon? Was ist der Vorteil mancher Krankheit? Was ist das andere Ende einer Annahme?

Welche Pole gibt es in einer Gesellschaft, in den Meinungen?

Heißt Demokratie, sie alle auszuhalten, auch wenn sie sich den echten Dialogen verweigern, wenn sie nur in den eigenen Kreisen und für eine eigene Medien- und Presselandschaft reden und schreiben,

Polarisierung kann manchmal sinnvoll sein, wann nicht?

Extreme sind immer Hinweise auf beondere Schmerzen und Leiden, manchmal auch eingebildete, wie im Rassismus und in den Ängsten der absteigenden Mittelschicht, mit denen sie zu noch mehr Versicherungen oder zu konservativem Wahlverhalten gedrängt werden soll.

Anwendungen

Bewusstseinsarbeit ist die Nutzung unserer inneren Kräfte, das äußere Geschehen nicht nur über das Denken zu verarbeiten, sondern auch durch eine Integration in unsere körperliche Gestalt, unsere Organe und Sinne, unsere Wahrnehmung.

Bewusstseinsbildung in der Theaterarbeit: Re-Inszenierung von Druck-Situationen zu ihrer gemeinschaftlichen Lösung im Theater der Unterdrückten weltweit wie auch wieder in Sao Paulo https://forumtheaterblog.wordpress.com/bewusstseinsbildung/ mit Forumtheater und die Aufstellung von Statuen im Theater der Unterdrückten

Echter Dialog und auch Dialektisches Denken, kann die anderen Meinungen und Gegensätze in ihrer Wirksamkeit mit einbeziehen:

Polaritäten waren wie Dialektisches Denken ein wichtiges Thema in den Auseinandersetzungen der 1930er Jahre in Berlin, wo Salomon Friedlaender das Stichwort in die Psychoanalyse brachte, zur Entwicklung der Gestalt.

Gestalt nennen wir die Zusammenarbeit von Körper, Geist und Seele oder Psyche, die ein Bewusstsein von den Funktionen unseres Körpers, ein Wissen um unsere Denkstrukturen und ein Gefühl für unser inneres Seelenleben, die Richtungen der Schwingungen, Stimmungen und ihrer Veränderbarkeit entwickeln.

dialektisches_denken.txt · Zuletzt geändert: 2022/11/06 14:23 von lenni