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faulhaber

Vom geadelten königlichen Hofkaplan zum ...

Angsthasen mit Herzrasen, „vor den Kopf geschlagen“, der als erstes nach der Revolutions-Nachricht die „Akten der sündigen Priester“ verbrannte, war Monarchist und Militarist, Obrigkeitsgläubig.

Ja, das gekrönte Haupt über seinem Kopf war geflohen, sein König, der den späteren „Feldkaplan“ 1913 grade noch geadelt hatte, damit er auch standesgemäß der Königin die Beichte abnehmen konnte …

Revolutionsfeind

der in seiner Ablehnung der „unbekehrbaren Juden“ nicht mit der Regierung „von Jehovas Zorn“ sprechen will: Auch nicht mit seinem Kollegen im Feld, dem Münchner Rabbiner, der ihn um Hilfe gegen die antisemitischen Übergriffe bat.

„Es muss Blut fließen, bis wieder eine Ordnung kommt!“ Der Mörder wurde dann vor einem reaktionären bayrischen Gericht eher belobigt … und bekam Festungshaft und später eine deutsche Karriere. Der Kardinal traute den Mörder später …

http://www.chiemgau24.de/chiemgau/vereine-und-parteien/809738-pressemitteilung-vereine-parteien-1114-1817379-6978034.html

„Faulhaber ließ auch in seinem am 2. Februar zu verlesenden Hirtenbrief nicht ab vom aggressiven Ton, indem er die Verordnungen des Kultusministers als schwerer wiegend „als der Blutbefehl des Herodes“ und die Regierung als „christusfeindliche Staatsregierung“ und „Totengräber der Religion“ 67 bezeichnete.

Doch vertraute Faulhaber darauf, die Macht des „Herodes“ habe ihre Grenze, wie es im Evangelium stehe: „,Die dem Kinde nach dem Leben strebten, sind gestorben‘ (Matth. 2, 20), und vor dem Richterstuhl der Geschichte ist Herodes mit dem Fluche eines Kindermörders belegt.“ 68

Diese Darstellung Faulhabers hatte nichts mehr gemein mit sachlichen Zustandsbeschreibungen, sondern war Ausfluss tief sitzender Bedrohungsängste des Erzbischofs. Gräfin Moy begab sich mit einer Abordnung zum Kultusminister, um ihn direkt nach seinen Absichten zu befragen. Sie berichtete Faulhaber am 13. Februar, Hoffmann habe ihr geantwortet: „Nein,,das will ich nicht, bekämpfen will ich die Religion nicht.“ 69

Antonia Leugers: „weil doch einmal Blut fließen muss , bevor wieder Ordnung kommt“ Erzbischof Faulhabers Krisendeutung in seinem Tagebuch 1918/19 theologie.geschichte Beihefte, Nr. 7 (2013) PDF S.74 und 75 http://universaar.uni-saarland.de/journals/index.php/tg_beihefte/article/view/612/%7B$pdfUrl%7D

Nach dem Gottesdienst zur Eröffnung des Landtages am 21.2.1919 im Dom, fünf Minuten vor 10 hörte er erst einen, dann fünf Schüsse … theologie.geschichte Beihefte, Nr. 7 (2013) PDF S.74 und 75 denn er wohnte vorne in der Prannerstr. 1 und kehrte gerade vom Dom zurück. http://raete-muenchen.de/faulhaber-21-2-ohrenzeuge-des-mordes

zum Trau-Priester des Eisner-Mörder

dem getreuen Gehilfen aus der katholisch-monarchischen Burschenschaft Rhaetia

Unter http://www.faulhaber-edition.de hat das Forscherteam des IfZ und des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster nun den Jahrgang 1936 online freigeschaltet. Darin finden sich Aufzeichnungen über ein Treffen des Kardinals mit Adolf Hitler.

https://www.faulhaber-edition.de/dokument.html?idno=BB_06393_0318r&collid=Gespr%C3%A4chsprotokoll

Beim Gespräch mit Hitler

ging es auch um die katholischen Erwiderungen auf das Buch, es wird erwähnt: Die Verkaufszahlen des Rosenberg-Buches sanken nach dem kirchlichen Verriß:

"der Mythus des 20. Jahrhunderts"

- Ursprung der Arier und Rassenlehre; - Rasse stellt der Hitler-Beratende Alfred Rosenberg als eigenständigen Organismus mit einer kollektiven Seele, der „Rassenseele“, dar. Alles Individuelle sollte dem untergeordnet sein.

- Die einzige Rasse, die in der Lage sei, kulturelle Leistungen hervorzubringen, ist die arische Rasse.

Ursprung der Arier: Das untergegangene Atlantis,

das er im Norden ansiedelt. Im Gegensatz zur jüdischen Religion, die er als teuflisch und zerstörend ansieht, wohne den Ariern etwas Göttlich-Schöpferisches inne.

Christus wird zur „Verkörperung der nordischen Rassenseele“ und könne dementsprechend kein Jude gewesen sein.

Erwiderung: Anton Koch: Der neue Mythus und der alten Glaube.

Eine Kritik zu Rosenbergs Mythos des 20. Jahrhunderts

Geschichtsauffassung-Rassenlehre - Entstehung des Christentums - Über die Kirche nur Schlechtes -

Zweierlei Maß - Einzelirrtümer - Religionsersatz - Glaubenskampf - Hemmnis wahrer Volksgemeinschaft - Zusammenleben mit den anderen Völkern.

- Mit Ausführungen wie: „Bleibt doch dem aufrechten Christen nach dem „Mythus“ folgerichtig nur die traurige Wahl, sich entweder als gutmütig irregeleiteten geistigen Bastard oder als volksbewussten Verräter am deutschen Wesen zu betrachten.

Erweist sich der „Mythus“ so als unfehlbar wirksames Sprengmittel der wahren Volksgemeinschaft, so vermehren sich die Bedenken noch, wenn man seine Auswirkungen auf das heranwachsende Geschlecht erweckt.

Jede deutsche Mutter hat das Wort des Reichskanzlers und Führers begrüßt, daß ihr die Sicherheit ihres Kindes in sittlicher Hinsicht beim Eintritt in die Staatsjugend garantiert. . . “

- Beiliegend doppelseitig bedruckte Stellungnahme, herausgegeben vom Erzbischöflichen Generalvikariat Köln im Format DIN A4 zur Rosenbergs „Mythus des 20. Jahrhunderts“ (Der wissenschaftliche Unwert des Buches: Rosenbergs Methode, Rosenbergs Quellen, Die Etrusker, 9 Millionen gemordete Ketzer, Meister Eckart, Einige Einzelheiten) /

Stellungnahme des Staates / Das Urteil der Kirche). - Deutsches / Drittes Reich, Reichsleiter Alfred Rosenberg, Theologie im Nationalsozialismus, Unterwertigkeit der semitische und Überwertigkeit der nordischen Rasse, Rassenlehre, nationalsozialistische Weltanschauung, Jesuitismus, Katholizismus

aus der Faulhaber-edition:

Faulhaber war nach anfänglicher Unterstützung seines „neuen Herren der Ordnung“ in die Zwickmühle geraten: Die gottgegebene Hierarchie war satanisch und grundsätzlich wortbrüchig geworden, Adel und Militaristen sowie das große Geld suchten nach jeweils eigenen Lösungen.

Das Konkordat brachte den Kirchen sichere Einnahmen aus der Staatskasse, andererseits war die Frage des Überlebens mit solchem Partner nicht sicher …

Alfred Ernst Rosenberg

NS-Funktionsträger * 12. Januar 1893, ✝ 16. Oktober 1946 Mitglied der antikommunistischen und antisemitischen Thule-Gesellschaft in München,

1919 Eintritt in die DAP, März 1921 Redakteur des Völkischen Beobachters, Februar (abweichend: März) 1923 Hauptschriftleiter des Völkischen Beobachters, 9.11.1923 Teilnehmer am Hitler-Ludendorff-Putsch, Herausgeber der antisemitischen Monatsschrift Der Weltkampf, 1929 Gründer des Kampfbundes für deutsche Kultur, 1930 Herausgeber der Nationalsozialistischen Monatshefte,

Verfasser des Mythus des 20. Jahrhunderts, 1930 – 1945 Mitglied des Reichstages, 1933 Leiter des Außenpolitischen Amts der NSDAP, 1934 zugleich Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP,

1941 – 1945 Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, 1946 Verurteilung zum Tode durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg, Hinrichtung.

Informationen zu dieser Person finden Sie in folgenden Webressourcen und Publikationen:

Quellen und Literatur: Bollmus, Reinhard, Rosenberg, Alfred Ernst, in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 59 - 61, in: www.deutsche-biographie.de (abgerufen am 18.08.2015) Rosenberg, Alfred, in: Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik online, in: www.bundesarchiv.de (abgerufen am 12.11.2015) Wosnitzka, Daniel, Rosenberg, Alfred (1893-1946), in: LEMO. Lebendiges Museum Online, in: www.dhm.de (abgerufen am 12.11.2015) Fröhlich-Broszat, Elke, Rosenberg, Alfred, in: Weiß, Hermann (Hg.), Biographisches Lexikon zum Dritten Reich, 2. Auflage, Frankfurt am Main 2011, S. 385 - 387. Weiß, Hermann, Rosenberg, Alfred, in. Benz, Wolfgang / Graml, Hermann, Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik, München 1988, S. 275 f. Rosenberg, Alfred, in: Lilla, Joachim (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Döring und Andreas Schulz, Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004, S. 525 f. GND: 118602691 VIAF: 4950937

Empfohlene Zitierweise: Alfred Ernst Rosenberg, in: Kritische Online-Edition der Tagebücher Michael Kardinal von Faulhabers (1911-1952). Verfügbar unter: https://www.faulhaber-edition.de/kurzbiografie.html?idno=01589. Letzter Zugriff am 20.04.2020.

http://raete-muenchen.de/faulhaber-21-2-ohrenzeuge-des-mordes

http://raete-muenchen.de/einer-gegen-alle-oskar-maria-graf

Nach dem Zusammenbruch

oder der Befreiung? war

Der slowakische Reichsstatthalter, Jozef_Tiso ein Priester, hatte sich im Kapuzinerkloster Altötting versteckt und fiel den Amerikanern durch Auto-Fahrten nach München auf, wurde dann als Kriegsverbrecher verurteilt und gehenkt. Wie viele den Weg über die Ratten-Linie in den Vatikan und nach Argentinien, Brasilien und Chile fanden, wird die Öffnung der Archive über Pius XII. vielleicht noch offen legen, der vorher noch Nuntius in München war …

faulhaber.txt · Zuletzt geändert: 2021/04/26 23:29 von fritz