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geschichtsarbeit

Abkunft oder auch Herkunft sind - bis auf familiäre oder regionale Abstammung - in unserer Kommunikation meist ausgeblendet, vorausgesetzt und als Zugangsberechtigung zu Ausbildungen, Betrieben, Kommunikationskreisen stillschweigend gehandelt, wie Benehmen, Kleidung, Reaktions- und Verhaltensweisen.

Politische Supervision arbeitet mit den Welt-Bildern der Teilnehmenden und ihrer Organisation(en), um die Schnittmengen des Bewusstseins und der Menschenbilder, der Abkunft und der Zukunftsfähigkeit der Ideen abzugleichen.

Politische Gruppen brauchen die Fundierung in Geschichte und Leben ihrer Mitwirkenden, sonst werden sie eine Fluktuation unzufriedener Ehemaliger auslösen, die sich leicht zu enttäuschen Feinden entwickeln.

Das Bewusstsein für das breitere Feld fehlt den eingeschworenen Part-Eien, was sie für gesellschaftliches Handeln zu sehr verengt und unfähig macht.

gemeinschaftlich_forschen

gemeinschaftlich Forschen und Lernen in Gruppen und politische Supervision mit Rolf Schwendter im Umkreis der AG SPAK und des Theorie-Arbeits-Kreis Alternative Ökonomie TAKAÖ

Geschichtsarbeit

entstand (im Gegensatz zu den alten Arbeiten der Historiker) in den 1970er Jahren und nahm die eigene Geschichte in den Blick, während die Geschichtsbücher nur die Meinung der Herrschenden wiedergaben: Bis 1966 zum Beispiel die Thesen, dass der 1.Weltkrieg durch ungünstige politische Konstellationen „ausbrach“, während die Jahrzehnte von Aufrüstung, alldeutscher Hetze und antisemitischem Germanentum, internationalem Kolonien-Wettstreit und rassistischer Ausbeutung verschwiegen wurden.

Mehr zu Geschichtswerkstätten hoffentlich auch auf den Seiten des http://Arbeiterarchiv.de München: Meine Unterlagen der letzten Jahrzehnte liegen dort im Arbeiterarchiv im Regal 84 von AG SPAK bis zu den Neuen Soziale Bewegungen, zu Forumtheater und zur Gewaltfreien Aktion in der Anti-Atom- und Friedensbewegung der 1980er Jahre, die Arbeit mit dem Forumtheater quer durch die europäischen Lande und Einrichtungen: Bis zur Anwendung des Legislativen Theater in München.

Geschichte neu denken lernen

Wir hatten alle eine Geschichte der Herrschaft und Herrschaften gelernt, als wäre das Treiben der Kaiser, Könige und Kanzler, des Adels und der Kirchen, der Militaristen als unser „Gott“-gegebenes Schicksal. Die Rätezeit war ein Aufbruch der demokratischen Kräfte im Freistaat Baiern, der von den Reaktionären mit Unterstützung der kaisertreuen SPD niedergeschlagen wurde, brutal wie zuerst Kurt Eisner erschossen, wie Gustav Landauer erschlagen und später Erich Mühsam im KZ Oranienburg „selbstgemordet“. David Graeber befreit uns von der „Tradition der Könige“: Anfänge – Eine neue Geschichte der Menschheit

Postfaschismus im Westen

Der Postfaschismus im Westen war schon sofort nach der Befreiung / Besatzung / wichtiger als die Entnazifizierung, die Wissenschaftler landeten im Kalten Krieg des Postfaschismus … Die Justiz des „Dritten Reiches“ hat in den Nachkriegsjahren ohne nennenswerte Selbstkritik weiter gemacht. Bis heute werden militaristische Wehrmachts-Denkmäler verteidigt …

Auch Professoren, die Jahre lang gelehrt und geschrieben hatten „Des Führers Wille ist Gesetz“ konnten weiter machen und sogar CSU-Kultusminister werden, unter Pseudonym in der Nationalzeitung schreiben, deren Studierende dann auch Bundespräsident: Prof. Maunz und Roman Herzog. …. https://www.blogger.com/blogger.g?blogID=23516657#allposts

Neue Soziale Bewegungen

nennt man die Bewegungen der Frauen- und Friedensbewegung, der Bürgerinitiativen, Bündnisse und Gruppen zu allen Themen der Beteiligten, Gesundheit, Selbsthilfe, Selbstorganisation von Netzwerk und Geschichtsarbeit, Lesben-und Schwulen-Bewegung, Mietsyndikat http://syndikat.org

Die Geschichte der Bewegungen

ist für München ausführlich im Wiki http://protest-muenchen.sub-bavaria.de gesammelt, und ist mit den Bewegungen um den theoriearbeitskreis alternative oekonomie takaoe in der AG SPAK bis zur Umweltbewegung nachzuvollziehen, auch in etlichen Dokumenten im http://Arbeiterarchiv.de und aktuell in einer Ausstellung in der Monacensia, dem Literaturarchiv der Stadt München, und in einer früheren Ausstellung des Stadtmuseum München zum BLATT, der langjährigen ersten Stadtzeitung für München 1973-1984:

„Das Blatt – Stadtzeitung für München war der Prototyp aller späteren Stadtmagazine, sowie eine alternative Stadtzeitung, die vom 6. Juli 1973 bis zum 14. Juni 1984 in insgesamt 274 Ausgaben in München erschien. Das „Blatt“ verstand sich als publizistische Plattform und Forum der undogmatischen Linken und der Alternativbewegung. „Blatt“ sah sich als Teil einer Gegenöffentlichkeit, welche diejenigen zu Wort kommen lassen wollte, die keinen Zugang zu den etablierten Medien hatten. Es gab damals sogar den ID, den Informationsdienst für unterbliebende Nachrichten. https://www.memoro.org/de-de/Das-Blatt---die-erste-alternative-Stadtzeitung_7833.html

Bewegungen gegen schlechte Herrschaft

Anarchie wuchs im Bewusstsein der Menschen, wenn sie begriffen, dass Unrecht immer die Freiheit nimmt, und das Leben: Im Krieg gegen andere Unterdrückte, in der Rätezeit im Bewusstsein derer, die wirklich schon sozialistisch denken konnten, nicht „kaiserlich genehmigt“ sozialdemokratisch: Rosa Luxemburg hatte in der SPD auch in der Parteischule gelehrt und versucht, dialogisch zu arbeiten, an Lenins Autoritatismus ist sie später gescheitert, wie an Eberts Zusammenarbeit mit Freikops-Militaristen.

Schwule und Lesbische Geschichte

heute mehr als queere Geschichte erweitert, wie im http://forummuenchen.de

Bisexuelle Geschichte

Sie muss erst allmählich geschrieben werden: 1992 begann in München das bunte Leben einiger Gruppen, die aber so vielfältig und zum Teil so diskret sein wollen, manchmal mit Rücksicht aud Familien und Partnerschaften, dass sie besonders gute Wege finden müssen, die verschiedenen Seiten zu leben.

Ähnlich die Übergänge zu polyamor und die Erlebnisse bei den allmählichen Erkenntnissen von gender-fluid und Trans-orientierungen.

Bewusstseinsbildung

Wer seine Geschichte und ihre Veränderungen kennt, kann auch die Kräfte der Beharrung und Veränderungen für die Zukunft einschätzen …

Bewusstseinsbildung und Zukunftswerkstätten

Konzept für eine Werkstatt interaktiver Geschichtsarbeit

14tägige Gesprächsabende zur Rätezeit ab Do 16.11. im Cafe „5 vor 12“ ab etwa 19h – Georgenschwaigstr. 26 – U2 Milbertshofen mit Volxküche und Cafe „5 vor 12“

Nach hundert Jahren erscheint uns der damalige Europäische Krieg (Franz Marc) grausig weit entfernt, der Sozialismus in Sachzwänge und Interessen zerlegt und die Demokratie zum parlamentarischen Bingo und Rechenspiel verkommen. Der Freistaat wird als monarchisches Partei-Eigentum verwaltet, Republik(aner) waren was Reaktionäres …

Ich will noch mal neu anfangen, so wie vor 30 Jahren, 1988 als ein paar Leute aus der Idee, „was zur Rätezeit zu machen“, im Umkreis der Alternativen Liste im Nu viele KünstlerInnen und Literaten einsammelten, eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu Kurt Eisner, Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich wie Zenzl Mühsam machten, das Denken der damaligen Zeit und die Grausamkeiten der Niederschlagung aus der Nazi-Propaganda befreiten, die mit Illustrierten Zeitungen von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hofmann und der Sieger-Geschichtsschreibung zugedeckt waren.

Manche hatten Bilder und Plakate aus den Archiven und Polizei-Unterlagen, andere die Literatur, weitere suchten und befragten Zeitzeugen … und so fand sich manche neue Kombination von Informationen, auch der Ausgewanderten und Geflohenen, die uns die Zeit anschaulich machen können. Volksredner starteten eine riesige anschauliche Demo, Dieter Hildebrand trug aus dem Auflagen-Bescheid des KVR / der Polizei vor.

Die Bevölkerung begrüßt freudig das Ende des Krieges und der Militärherrschaft. Selbst konservative Kräfte wie die katholischen Arbeitervereine stellten sich auf den Boden der gegebenen Tatsachen und arbeiteten an der Neuordnung mit. In den bayrischen Städten und Gemeinden wählen die Menschen in Volksversammlungen nach dem russischen Vorbild Arbeiter-, Bauern-, Soldatenräte oder auch Bürger- Hochschul- Lehrer- und Schülerräte, zunächst spontan, später nach den Vorgaben der neuen Regierung. Insgesamt soll es etwa 7 000 Räte in Bayern gegeben haben(2), von denen die meisten Bauernräte waren.“ (http://www.dietrich-grund.de/UnterhachingREVOLUTION.pdf)

Arbeitskreise heute

Ausstellungen, Frauen-Rätinnen, Wegmarken, Bibliografien, Internet-Redaktion, Blick auf die Rechten, Mitwirkungs-Feld im Aufbau: Einführung in Bloggen, kritischen Facebook-Umgang, andere Internet-Medien, Twittern, Radio-Beiträge, Recherche, http://www.raete-muenchen.de

Fertige Materialien Ausstellungen, Buchlisten und Kopien, Filme, Lesungen, Inszenierungen, Quellen und Archive, kommen auch aus anderen Städten dazu: Zu Felix Fechenbach gibt es ein Berufskolleg in Detmold mit Ausstellung, Ernst Toller ist in andern Ländern bekannter als in München,

Recherche-Kreise im Land In ganz Bayern gab es etwa 7000 Räte, denn in allen Gemeinden und Bezirken wurde gewählt, nicht immer so mogelnd wie in Unterhaching, wo durch den kleinen Aushang nur der alte Gemeinderat Bescheid wusste und sich selbst zum Arbeiter, Bauern- und Soldatenrat der neuen Zeit wählte. Das neue Wahlrecht für Frauen wirkte noch nicht …

Revolutionswerkstatt Januar- April 2017 in der Sendlinger Kulturschmiede wird wiederholt:

Die Dokumentation und unseren Revolutions-Stadtplan gibt es im Büro des Kurt-Eisner-Verein München, Westendstr. 19. Heute haben wir weitere Recherche-Möglichkeiten, die umfangreiche Quellen leicht zugänglich machen: Auch deine Fragen werden wichtig!

Fragestellungen und Forschungsvorhaben austauschen, Archiv-Begleitung, Ideen formulieren, anschauliche Berichte und Querverweise können von Studierenden und Schülern, Lehrkräften und Dozenten, Künstlern und Medien-Schaffenden

zum lustvollen Arbeiten mit Biografien und Situationen, bis zum Verständnis der Zusammenhänge von Krise und Faschismus, Religion und Autorität, Adel, Militarismus und Monarchie, Rüstungsgeschäften und Außen- wie Bündnispolitik, Banken- und Grundherrschaft … und Ständejustiz, wie sie z.B. Philipp Loewenfeld für die Zeit nach der Niederschlagung beschreibt.

Im Hintergrund die lebensfrohe Industrie- und Spießerkritik des Wandervogel, der eine breite Freizeit- Natur- und Reise-Kultur gründete, gegen das elitäre Spießertum der saufenden und rauchenden Burschenschaften und ihrer alten Verbindungs-Herren,

die Anarchie der idealistischen Literaten von Ret Marut / B. Traven und dem Ziegelbrenner, die Weltbühne und Kain, Naturisten und Ausdrucks- wie Nackt-TänzerInnen, Veganer, Kohlrabi-Apostel und Anthroposophen … die Pazifisten wie Kurt Eisner und Sara Sonja Lerch, Felix Fechenbach und Ernst Toller, ein bayrischer Matrose wie Rudi Egelhofer und die russischen Kriegsgefangenen …

mutiger Kampf der Frauen um ihre Rechte und gegen den Militarismus, patriarchale Bevormundung und rechtlose Ausbeutung des Gesinde …

die stolzen Ideen der Gleichheit und Menschenrechte, des gleichberechtigten Zusammenlebens und freier Beziehungsformen, wie wir sie heute wieder erklären und verteidigen müssen.

Alles ist möglich und Gemeinschaftliches wird gefördert Gespräche mit dem Kulturreferat, Stiftungen etc

plenumR zur Koordination und Orientierung

etwa alle sechs Wochen, gern auf Einladung an wechselnden öffentlichen Orten (ca 15-40 Personen) Berichte aus den Arbeitsgruppen, neue Verabredungen, Gäste aus anderen Projekten und Städten, …

Arbeits-Website für inoffizielles: http://www.raete-muenchen.de, Mailingliste zu abonnieren plenumR auf plenum_r-subscribe@lists.riseup.net>

Räterepublik, Anarchismus, Revolutionen, Palmsonntagsputsch, Räteregierung, Revolutionsgespräche. Das gibts wohl nicht mehr? http://seniorakademiemuenchen.wikispaces.com/Revolution

Wer „was Deftiges“ bestellt, bekommt das Beste des Hauses und zahlt, was sie/er übrig hat, und dazu kannst du auch deine FreundInnen einladen, denn darum geht es den Leuten der Volxküche: Dass sich jedeR leisten kann, mit anderen zu essen, Kaffee, zu trinken und die Zeit zu genießen. Zum Essen kommst du am Besten etwas früher, bevor es voll wird …

Am Mi 14.2.18 werden wir um 21h in der Gegensprechanlage „Der kurze Frühling der Räterepublik“ mit den KollegInnen und das Autoren-Revolutionsgespräch in der Volxküche mit Simon Schaupp nachbesprechen: Und hoffentlich für Fragen an den Autor, der dann von Madrid zugeschaltet wird …

Aktualisieren:

Ich hatte ja nicht geglaubt, dass wir so viel GeschichtsArbeit noch einmal real vorgeführt bekommen, wie 1914 die #SPD damals nun auch die #Grünen vom Pazifismus in die Kriegskredite fallen, die Russen den #Faschismus durch Gleichschaltung mit #Kirchen üben: Ob dann auch 1918ff

Die Rüstungsarbeiter*innen-Streiks folgen, die #Hungerstreiks und die Hoffnung auf Räte in Selbstorganisation vor Ort entsteht? Die Macht der Oligarchen durch Ausstieg aus den Mechanismen des Kapitals in Gemeinwirtschaft brechen? #Utopie trotz Klima? #Mut in der Verzweiflung?

Berechtigte Zweifel, wenn die „Wichtigsten ReGierenden“ sich wieder in Elmau treffen, 26.-28. Juni 2022 http://stop-g7-elmau.info

geschichtsarbeit.txt · Zuletzt geändert: 2022/04/24 01:57 von fritz