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Queeres Leben: LGBTI*

Bis 1994 war schwules Leben verfolgt, seit 1936 war der §175 von den Nazis verschärft, aber nach 1945 weiter angewandt

  • Lesbian: Lesben waren im „3. Reich“ als Asoziale in den Konzentrationslagern gelandet
  • Gay das fröhliche englische Wort für Schwul
  • Bi Bisexualität wurde zwischen den Polen von Hetero und Homo zwar schon lange in Umschreibungen wie Urninge und Dioninge, oder als „Drittes Geschlecht erforscht, aber bis heute gerne „vergessen“
  • Trans Transsexualität war in den 1980er Jahren noch stillschweigend durchs Parlament geschoben worden
  • Inter Intersexualität
  • manchmal noch Q für Queer dazu, um auch die befreundeten Heteros mit zeitweiligen Allianzen „Allys“ und Neigungen mit zu nehmen
  • und das Sternchen für das dazwischen: fluid oder undefiniert

Sexualpädagogik

Ein Sammlungsaufruf

Das Münchner Stadtmuseum, das Stadtarchiv München und das Forum Queeres Archiv München bisher als forum homosexualität münchen e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur bekannt - suchen gemeinsam nach Objekten und Unterlagen zur aktuellen und vergangenen Münchner LGBTI*-Stadtgeschichte. http://forummuenchen.org und http://muenchner-stadtmuseum.de

Karl Heinrich Ulrichs

„Ulrichs bekannte sich öffentlich als Urning. Er ging von einer natürlichen, nicht krankhaften Veranlagung aus und forderte daher die Straflosigkeit homosexueller Handlungen. Durch diese Forschungen und Publikationen wurde er zu einem der Pioniere der damals noch im Entstehen begriffenen Sexualwissenschaft.[1]“

Er veröffentlichte seine Studien, deren Titelblätter auf Wikipedia zu finden sind, und versuchte mit seinen Bezeichnungen positive Begriffe statt der negativen strafrechtlichen Umschreibungen zu finden:

„Im Jahre 1867 trug er diese Forderung erstmals öffentlich vor: Auf dem deutschen Juristentag in München vor 500 Mitgliedern rief diese jedoch tumultartige Szenen vor, in denen seine Rede unterging. Ulrichs war stolz auf diesen Auftritt und schrieb dazu später:[6]

  „Bis an meinen Tod werde ich es mir zum Ruhme an rechnen, 
  daß ich am 29. August 1867 zu München in mir den Muth fand, 
  Aug’ in Auge entgegenzutreten einer tausendjährigen, vieltausendköpfigen, wuthblickenden Hydra, 
  welche mich und meine Naturgenossen [gemeint: homosexuelle Männer] wahrlich nur zu lange schon, 
  mit Gift und Geifer bespritzt hat, viele zum Selbstmord trieb, ihr Lebensglück allen vergiftete. 
  Ja, ich bin stolz, daß ich die Kraft fand, der Hydra der öffentlichen Verachtung 
  einen ersten Lanzenstoß in die Weichen zu versetzen.“

„In seinem Entwurf zu den „Satzungen für den Urningsbund“ hat Ulrichs unter „Zwecke“ angegeben:[11]

  • „a) die Urninge aus ihrer bisherigen Vereinzelung zu reißen und sie zu einer solidarisch verbundenen compacten Masse zu vereinigen.
  • b) gegenüber der öffentlichen Meinung und den Organen des Staats die angeborenen Menschenrechte der Urninge zu verfechten, ihnen namentlich Gleichstellung mit den Dioningen vor dem Gesetz und in der menschlichen Gesellschaft überhaupt zu vindiciren.
  • c) eine urnische Literatur zu gründen.
  • d) geeignete urnische Schriften auf Bundeskosten zum Druck zu befördern.
  • e) für die Zwecke der Urninge in der Tagespresse zu wirken.
  • f) den einzelnen Urningen, welche ihres Uranismus wegen zu dulden haben, in jeder Noth und Gefahr beizustehn, ihnen wenn thunlich, auch zu angemessener Lebensstellung zu helfen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_Ulrichs

Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld (* 14. Mai 1868 in Kolberg; † 14. Mai 1935 in Nizza), deutscher Arzt in Berlin, Sexualforscher und Empiriker, schwul, Sozialist, Jude, und Mitbegründer der weltweit ersten organisierten Homosexuellen-Bewegung (WhK). http://80jahre.mh-stiftung.de/magnus-hirschfeld.html

lgbti.txt · Zuletzt geändert: 2021/03/21 23:43 von fritz