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magnus_hirschfeld

Magnus Hirschfeld war Pionier der

Sexualwissenschaft

Magnus Hirschfeld (14.05.1868-14.05.1935) Sexualwissenschaftler, Aktivist

«Die Begriffe übernatürlich, unnatürlich und widernatürlich sind Zeichen mangelnder Naturerkenntnis»

Sie hatte sich zur selben Zeit wie die Psychoanalyse mit einem Schwerpunkt in Berlin entwickelt: Vor allem Magnus Hirschfeld und seine Gesellschaft:

„1897 gründete er in seiner Charlottenburger Wohnung in der Berliner Straße 104 (heute Otto-Suhr-Allee) mit dem Verleger Max Spohr, dem Juristen Eduard Oberg und dem Schriftsteller Franz Joseph von Bülow das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee

Von 1899 bis 1923 gab Hirschfeld 23 Jahrgänge der Zeitschrift Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen heraus. …

1908 gründete er die Zeitschrift für Sexualwissenschaft, deren Herausgabe er im gleichen Jahr wieder einstellen musste.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld

sowie das Institut „1918 richtete er die Dr. Magnus-Hirschfeld-Stiftung ein, Grundlage für eine weitere Pionierleistung von ihm, die Gründung und Ausstattung der weltweit ersten Einrichtung für Sexualforschung – sein Institut für Sexualwissenschaft. https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld

On 6 July 1919 Berlin sexologist Magnus Hirschfeld (14 May 1868-14 May 1935) founded the world's first GenderStudies sexualresearch LGBTQ rights advocacy center. 6 May 1933 Nazis raided it, smashed Antinous Albani basrelief, burnt books. https://antinousgaygod.blogspot.com/2019/05/magnus-hirschfeld-saint-of-antinous.html

20.10.1920 Magnus Hirschfeld in München niedergeschlagen

Der Begründer der Sexualwissenschaft in Deutschland, mit dem international angesehenen Institut in Berlin, Magnus Hirschfeld, hielt auch in München am 20.10.1920 einen Vortrag,

anschließend wurde er von Hakenkreuzlern verfolgt und so brutal niedergeschlagen, dass im Krankenhaus „mit dem Schlimmsten“ gerechnet wurde. Am nächsten Tag konnte er in der Zeitung seine Todesanzeige lesen … https://magnus-hirschfeld.de/

https://www.teenvogue.com/story/lgbtq-institute-in-germany-was-burned-down-by-nazis

Die Bücherverbrennung 6.Mai 1933 Berlin mit Goebbels-Rede https://youtu.be/kHCmiWaHUCw

Magnus Hirschfeld Gesellschaft Berlin

„Hirschfeld-Zitate wie „Die Begriffe übernatürlich, unnatürlich und widernatürlich sind Zeichen mangelnder Naturerkenntnis“ oder „Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“ haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.“ https://magnus-hirschfeld.de

Frei zugängliche Digitalisate von Werken Hirschfelds hier: https://magnus-hirschfeld.de/bibliothek-und-archiv/sammlungsschwerpunkte/digitalisate/

Artikel mit Bildern: http://menschenrecht-by.blogspot.com/2020/05/wissenschaftlich-humanitares-komitee.html

Happy Birthday Magnus Hirschfeld - Eine Dokumentation

https://www.youtube.com/watch?v=llzH8JufMJM Das Hirschfeldlied https://www.youtube.com/watch?v=7Alb0… ❤️🧡💛💚💙💜 Der Film „Anders als die Anderen“ https://www.youtube.com/watch?v=cKZ5J… ❤️🧡💛💚💙💜 Magnus Hirschfelds Testament https://magnus-hirschfeld.de/gedenken… ❤️🧡💛💚💙💜 Der Arte Film „Der Einstein des Sex“ – Über das Leben und Schaffen des Herrn Magnus Hirschfeld https://www.youtube.com/watch?v=La7Zi

IDAHOBIT*

International Day Against Homophobie Biphobie Inter- und trans-Phobie entstand zur Erinnerung an die Diskriminierung der Homosexualität in der Medizin, ergänzt dann durch die entsprechenden Gruppen und die irrationalen Ängste vor der nicht-hetero-Liebe.

Der 17. Mai erinnert, dass 1990 Homosexualität aus der Internationalen Klassifikation der Krankheiten gestrichen wurde. Damals wurde ein wichtiger Schritt für die rechtliche Gleichstellung, die soziale Anerkennung & gesellschaftliche Teilhabe lesbischer und schwuler Menschen gegangen.

Aber auch 30 Jahre danach besteht Stigmatisierung und Diskriminierung von LSBTTIQ* weiter, bis hin zu Gewalt gegen sie … aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität. Um so wichtiger ist weitere Stärkung der Beratungs-, Unterstützungs- & Vernetzungsangebote sowie der landesweiten Interessenvertretung.

Nur so können wir erreichen, dass Diskriminierungen jeder Art weiter abgebaut werden.

der International Day Against Homophobie Biphobie Inter- und trans-Phobie entstand in Erinnerung an Diskriminierung der Homosexualität in der Medizin, ergänzt dann durch die entsprechenden Gruppen und die irrationalen Ängste vor der nicht-hetero-Liebe.

International day against Homophobia 17.Mai

Am 17. Mai 1990 wurde auf Initiative eines mutigen Arztes die Homosexualität aus dem IDC, dem internationalen Verzeichnis der Krankheiten gestrichen.

Es gibt allerdings noch immer große Problematiken in den nicht-binären Situationen:

Menschen da-zwischen, Intersexuelle mit nicht normativ erscheinenden Geschlechtsmerkmalen und Hormon-Entwicklungen, Trans-Sexuelle mit der psychischen Ablehnung, dem psychischen Verlangen des Wechsels.

Im Forumtheater erlebte ich viele Szenen zu den Ängsten vor der Selbsterkenntnis und der Anerkenntnis von außen, mit Augusto Boal inszenierten wir 1997 oder 1999 im Münchner Rathaus noch eine „Ehe zu viert“, um Unrecht um Schwule, Lesben und Migration anzusprechen.

Vor 100 Jahren,

als Magnus Hirschfeld den Film „Anders als die Anderen“ entwarf und selbst als Arzt mitspielte, war Erpressung die größte Bedrohung der Schwulen. Sexuelle #Zwischenstufen und seine internationalen Forschungen sind bis heute nicht wieder eingeholt, #Postfaschismus in den Hochschulen schaffte auch die Sexualwissenschaften eher ab, als sie zu fördern, Sexualpädagogik ist bis heute ein streitiges Randthema der Schulen.

Der JustizMinister auf Twitter: Heiko Maas @HeikoMaas am 17.5.2020

43 % der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen in Deutschland leben ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität nicht aus - aus Angst vor Diskriminierung. Das muss uns alle wachrütteln! Alle haben Respekt verdient, egal wen man liebt. Das gilt nicht nur am #IDAHOBIT. #IDAHOT

Es braucht noch Aufarbeitung der Leiden

Der §175 war mit der Reichsverfassung auch in Bayern gültig geworden, nach dem uns Ludwig II für seine Schlösser und Geld aus dem „Reptilienfonds“ an Bismark und den Kaiser verkauft hatte. Vorher kamen die schwulen Adeligen nach Bayern, um sich von hübschen Fischer-Burschen über den Würmsee rudern zu lassen …

Die Verschärfung des §175 nach der „Nacht der langen Messer“, dem von den Nazis Röhm-Putsch genannten Beseitigen der schwulen Struktur in der SA und nebenbei aller mißliebigen früheren Feinde und „Kameraden“ des Führers zum 1. Juli 1936 brachte bald die ersten Razzien an schwulen Tanzlokalen und Treffpunkten , „Rosa Listen“ bei der Polizei und Einlieferungen in Konzentrationslager. 

Sexuell eigenständige Frauen kamen in Lager und Bordelle zur Umerziehung, und ganz allmählich, nach dem die Täter alle tot sind, kommen auch die finsteren Strukturen zum Vorschein, wie Himmlers Tageskalender: In der SS herrschten „Säufertum, Größenwahn“ und „Weiber“

„Die größten Leistungen brachte die SS erst nach 1945, in ihrer Selbstdarstellung“.

Die Bundesrepublik blieb 1950 bei der Schwulenverfolgung, juristisch bis 1990, und sträubte sich bis neulich gegen eine Wiedergutmachung, auch der KZ- und Gefängnis-Zeiten, stolperte noch in die „Ehe für alle“.

Wie haben in den letzten Jahren noch etliche Freunde begraben, die auch bei der Beerdigung noch ohne Bemerkung zu ihren Freunden verabschiedet wurden.

Die Angst vor der Entdeckung, die Trauma der Selbst-Verleugnung, die Frage der offenen Diskriminierung im Beruf, noch letztes Jahr bei den Filmfestspielen in München ein Thema einer geschlossenen Diskussionsrunde.

Pioniere und Vorläufer

Otto Gross zur Freien Liebe und Wilhelm Reich, mit sexueller Aufklärung und politischem Denken in der Psychotherapie, gegen die Abtreibungs-Gesetzgebung und die Massenpsychologie des Faschismus

Sexualpädagogik und die Sexualwissenschaft sowie queeres Leben

https://paulo-freire-muenchen.blogspot.com/2020/10/the-radicalization-of-pedagogy.html

magnus_hirschfeld.txt · Zuletzt geändert: 2020/11/10 20:43 von fritzletsch