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postfaschismus

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Postfaschismus beschreibt in meinem Erleben die Zeit von etwa 1950 bis 1970, in der die Aufbau-Generation die Ideen ihrer Jugendzeit des Faschismus in der Nachkriegszeit etwas lockerer zu verwirklichen suchte.

Postfaschismus im Westen

Die Justiz des „Dritten Reiches“ hat in den Nachkriegsjahren ohne nennenswerte Selbstkritik weiter gemacht.

Auch Professoren, die Jahre lang gelehrt und geschrieben hatten „Des Führers Wille ist Gesetz“ konnten weiter machen und sogar CSU-Kultusminister werden, unter Pseudonym in der Nationalzeitung schreiben, deren Studierende dann auch Bundespräsident: Prof. Maunz und Herzog.

Nach wie vielen Jahrzehnten lernt die Justiz, dass Kriegsverbrechen nicht verdrängt werden können, auch wenn sich die beteiligten Richter wie Filbinger immer nur als Ausführungsgehilfen des Führers sahen?

Nationale Sozialisten bildeten den Seeheimer Kreis in der SPD, NS-Folgegruppen in manchen Landesverbänden der FDP, kehrten in Massen in die wieder hergestellten alten Zentrums-Parten zurück: BVP, CDU, CSU, …

Der Kalte Krieg brachte eine Wettbewerbs-Situation der Systeme, was in der politischen Bildung als Grund-Disziplin betrieben wurde.

Antikommunismus, (mein Vater sagte noch Bolschewismus), war Staatsdoktrin, die von keinem öffentlich bezahlten Menschen in Frage gestellt werden durfte, auch die SPD hatte noch die Berufsverbote für kommunistische Briefträger, Lokführer etc. durchgesetzt. Die Giftigen Mythen wirken bis heute …

Postfaschismus im Osten

Der Großteil der Bürger*innen blieb in dem Landesteil, in dem sie waren oder in den sie geflohen waren, nur ein kleiner Teil siedelte konkret in den Sektor seiner politischen Wahl: Behörden und Polizei arbeiteten weiter, rechte Strukturen der Ordnung blieben, so weit sie nicht der neuen Staatsidee entgegenstanden.

Klerikalfaschismus beider Kirchen

Postfaschismus in Ungarn

postfaschismus.1586453576.txt.gz · Zuletzt geändert: 2020/04/09 19:32 von fritz