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rolf_schwendter

Lieder zur Kindertrommel, Kochbuch für Wohngemeinschaften, Arme essen, Reiche speisen …

Ein Professor, der schon in den 1970er Jahren begann, das Binnen-I zu sprechen gendergerecht zu referieren

Für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Rosa Luxemburg im Botanischen Garten

  • Viele Genossen hör’ ich reden vom Proletariat,
  • seh’ ich Papers formulieren und Mao-Tse-tung schrein,
  • seh’ ich wütend über den, der hat und der nicht hat,
  • seh’ ich nachts fahl beim Bier und niemals allein.
  • .
  • Und währenddessen werden ihre Herzen zu Stein,
  • währenddessen wird ihr Gesicht zu Stein,
  • da fällt mir Rosa Luxemburg ein.

Refrain:

  • Rosa Luxemburg im Botanischen Garten
  • lauscht mit Karel Liebknecht der Nachtigall,
  • kann die Blüte des Faulbaums kaum erwarten,
  • hört auf des Wendehalses klagenden Schall:

Gligligligligliglick, gligligligligliglick.

  • Rosa Luxemburg im Botanischen Garten
  • soll euch ein ermutigendes Beispiel sein,
  • sonst kriegt vor der Zeit euer Bewusstsein die Scharten,
  • schließt ihr nicht Natur und Kunst und Lehen mit ein.

April 1917:

  • in Russland hat unlängst begonnen das große Gefecht:
  • Rosa hat auch andre Erinnerungen.
  • Der blühende Tiergarten, im Südende Maiprachtwonnen,
  • Rosa kocht grüne Bohnen ä la Parisienne.
  • Ein Blumenatlas im Kerker und kein Herz zu Stein,
  • Knospen und Schneegraupeln und kein Gesicht zu Stein:
  • so fällt mir Rosa Luxemburg ein.
  • Im Botanischen Garten geht Rosa mit Karl
  • auch vorbei unter Silberpappeln und manch’ anderem Baum,
  • die Blaumeise grüßt sie leise und der Ligusterstrauch.
  • Die jungen Blätter, schreibt sie, stehen voller weißer Flaum.
  • Samenflaum füllt die Luft wie Schnee, kein Herz zu Stein.
  • Hundert Krähen zum Schlafbaum: kein Gesicht zu Stein,
  • da fällt mir Rosa Luxemburg ein.
  • „Ich habe“, sagt Rosa, „manchmal das Gefühl,
  • ich hin kein richtiger Mensch, sondern auch irgendein Vogel oder ein anderes Tier in Menschengestalt;
  • innerlich fühl’ ich mich im Feld unter Hummeln im Gras
  • viel mehr in meiner Heimat als auf einem Parteitag.
Ihnen Sonja, kann ich ja  wohl das alles sagen;
*Sie wissen, ich werde trotzdem auf dem Posten sterben;
*in einer Straßenschlacht oder im Zuchthaus.
Aber mein innerstes Ich gehört mehr meinen Kohlmeisen als den Genossen. 
*Unter den gelben Sternen der Zierjohannisbeere allemal,
*unter der Zierkirsche rötlichem Laub liest Rosa Hölderlin,*
*liest Goethe und Dehmel, hört Hugo Wolf,
*der Himmel ist aus Opal,
*und Lenin steigt Berge und Mao schwimmt ruhig im großen Fluss dahin.
  • Und währenddessen werden unsere Herzen zu Stein.
  • Und währenddessen wird unser Gesicht zu Stein, da fällt mir Rosa Luxemburg ein …

Text im Rotbuch? „Ich bin noch immer unbefriedigt!“

CD bei der Grünen Kraft von Werner Pieper

https://gruenekraft.com/rosa-luxemburg-botanischen-garten-p-44845.html

Im Umkreis von Robert Jungk und den Moderierenden von Zukunftswerkstätten trafen wir uns am Meisten, bei den Entscheidungskollektiven der AG SPAK und bei der Sozialpolitischen Gesellschaft, und die legendären Sommerseminare des Theoriearbeitskreis Alternative Ökonomie war ein Zentralpunkt … meistens etwa 12 Tage in einem selbstverwalteten Tagungshaus, von denen es in den 80er Jahren dann etliche gab.

Und natürlich nicht nur zur Sommerzeit: Thematische Tagungen gab es manchmal auch vierteljährlich,

dazu kamen in Wien gelegentlich Veranstaltungen mit der Grazer Autorenvereinigung,

Etliches zu Rolf Schwendter auf youtube, er sang ja auch damals auf der Burg Waldeck ...

Rolf Schwendter feiert seinen 70. Geburtstag im Literaturhaus Wien. Regisseurin Dr. Renate Woltron und Schauspieler Manuel Girisch gratulieren mit einer selbst verfassten Szene am 30. September 2009 im Literaturhaus Wien. https://youtu.be/o6Z86O3iiO0

Auszug aus dem Lesebeitrag von Rolf Schwendter beim Linken Wort 2010 https://youtu.be/b4GICbeuRpo

Über den Autor: Rolf Schwendter, geboren 1939 in Wien, lebt in Wien und Kassel.

  • Studium der Rechtswissenschaft, Staatswissenschaft und Philosophie an der Universität Wien.
  • Promotion in allen drei Fächern (1962, 1965 und 1968).
  • 1959 bis 1967 Koordination einer informellen Gruppe zu Fragen alternativer Kultur und Politik.
  • 1968 bis 1971 Tätigkeit als Dramaturg, Regisseur und Liedermacher.
  • 1971 Publikation der „Theorie der Subkultur“. Dozent an der Universität Heidelberg und von 1975 bis zur Emeritierung 2003 Professor an der Universität Kassel.
  • 1980 erste literarische Buchpublikation. Initiierung zahlreicher sozialpolitischer und literarischer Bewegungen und Gruppierungen. Neben anderen Funktionen auch Präsident der Internationalen Erich Fried Gesellschaft (2001 bis 2005).

Ausgezeichnet u.a. mit dem „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ 2008. Zuletzt erschienen: Vergessene Wiener Küche. Kochen gegen den Zeitgeist (Promedia 2004), Blues auf dem Weg zum Wahnsinn. Gedichte 1963/64 ( Wieser Verlag 2004). https://youtu.be/b4GICbeuRpo

Eigenkomposition: Das Christl-Bender Lied

"Ich bin noch immer unbefriedigt"

- Prof. Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter frei nach Rolling Stones https://youtu.be/3RGSE5Zd0UU

Rolf Schwendter erhält 2008 das Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte. Oberbürgermeister Egon Vaupel wird ihm die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde am Montag (30. Juni) überreichen. Die Laudatio wird Prof. Dr. Christoph Nix halten.

Mit dem „Marburger Leuchtfeuer“ ehren die Stadt Marburg und die Humanistische Union (HU) seit 2005 das Eintreten für die Rechte sozial benachteiligter Menschen. Ihre Würde darf nicht in Frage gestellt werden, erklären die Bürgerrechtsorganisation und der Magistrat in Übereinstimmung mit Artikel 1 des Grundgesetzes.

Gerade den Benachteiligten habe Prof. Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter sein gesamtes Lebenswerk gewidmet. 1939 wurde er als Rudolf Scheßwendter in Wien geboren. Der promovierte Jurist, Philosoph und Soziologe hat sich auch als Sänger und Schriftsteller im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht.

An der Universität Kassel hatte Schwendter von 1975 bis 2003 eine Professur für Subkultur-Forschung inne. Sein besonderes Interesse galt dabei der sogenannten „Devianz-Forschung“, die Reaktionen der Menschen auf abweichendes Verhalten untersucht. Hierzu hat Schwendter auch immer wieder eigene Feldforschung betrieben.

Gleich mehrere Soziale Bewegungen hat Schwendter maßgeblich mit geprägt. Seine Überlegungen zu einer alternativen Ökonomie haben eine theoretische Grundlage für die „Selbstverwalteten Betriebe“ der späten 70er und der 80er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts geliefert. Schwendter hatte aber auch wesentlichen Anteil am Aufkommen der Anti-Psychiatrie-Bewegung und an der Entstehung der „Gesundheitsläden“.

Zudem war er Mitbegründer des Mainzer „Open-Ohr-Festivals“. Seit 2006 ist Schwendter auch Präsident der renommierten Grazer Autorenversammlung.

Rolf Schwendter - Die Erbsensuppen, die kosten Fuffzig Pfennig

Rolf Schwendter ‎– Lieder Zur Kindertrommel

Rolf Schwendter und reformARTunit

Rolf SCHWENDTER poetry,Fritz NOVOTNY,Peter A.SCHMID,Karl VÖSSNER reeds,Sepp MITTERBAUER trumpet < reformARTquartet live at the PORGY & BESS June 17,2007. https://youtu.be/w0RriAgcoHg

Rolf Schwendter - noch immer unbefriedigt

Rolf Schwendter singt „Ich bin noch immer unbefriedigt“ in der KLAU MICH SHOW während der dOCUMENTA (13), Kassel. Die KLAU MICH SHOW war ein TV- und Performanceprojekt von Dora Garcia in Zusammenarbeit mit Ellen Blumenstein, Jan Mech, Samir Kandil, dem Offenen Kanal Kassel und dem Theater Chaosium. https://youtu.be/_1LoUHbMEhY

Rolf Schwendter (* 13. August 1939 in Wien; † 21. Juli 2013 in Kassel)

Phettbergs Nette Leit Show - Dr. Rolf Schwendtner

KULTIG und LEGENDÄR, Österreichische Fernsehgeschichte: https://youtu.be/iwInib78Tpg

Professor für Devianzforschung, Dr. Rolf Schwendtner zu Gast in Hermes Phettberg's 'Nette Leit Show' aus dem Jahr 1995. Ausschnitt der Aufzeichnung vom 25. November 1995 aus dem Schütte-Lihotzky Saal des Globus-Verlagshauses. © ORF Enterprise, 1995 - 2010 DVD-Box mit allen 19 Folgen hier erhätlich: http://www.hoanzl.at/die-phette-box-p

Rolf Schwendter 1939 -- 2013 Kurznachruf in Lichtgeschwindigkeit 3590

Rolf Schwendter 1939 – 2013 Kurznachruf in Lichtgeschwindigkeit 3590, Donnerstag, 25. Juli 2013, Einzelheiten zur Lage - live und ungeschnitten – aus Leipzig https://youtu.be/aea3YXwee4E Thema:

  • Zeitgenössische Devianzforschung und Integration unter anthropologischen Aspekten waren das Arbeitsfeld von Rolf Schwendter.
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung Seite28, Donnerstag, 25. Juli 2013: „Erforschte Subkultur. Zum Tode von Rolf Schwendter“
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt Donnerstag, 25. Juli 2013, Kommentar von Reinhard Müller: „Geschlossen … Die im Dunkeln sieht man nicht“
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt Donnerstag, 25. Juli 2013: „GustlMollath bleibt weiterhin in der Psychiatrie. Landgericht verwirft Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft und der Verteidiger“

Das Wort - Uraufführung Ballade

Das Wort - Uraufführung Ballade · Rolf Schwendter · Otto Lechner

Perseus oder das Unvorhergesehene https://youtu.be/t8YZ5Zy6tB0

Affen Brot Baum · Rolf Schwendter · Andrea Pauli

rolf_schwendter.txt · Zuletzt geändert: 2020/10/15 23:52 von fritz