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soziale_selbsthilfe

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soziale Selbsthilfe und Selbstorganisation

soziale Selbsthilfe und Selbstorganisation entsprechen sich, sie bauen auf, was der Konsum-Wahn nieder gerissen hat:

Früher lernten wir schon in der Jugendarbeit die Anleitung von Gruppen und politischen Aktionen, heute fehlen uns weitgehend diese Prozesse des Aufwachsens und der Selbstorganisation in den gemeinden, weil alles von Alters her oder von oben her oder von der Finanzierung her geregelt ist.

Unser Aufbruch der 1970er und 1980er Jahre endete immer wieder an starren Strukturen der Hochschulen, der Staatsmacht und der Macht des Geldes. Unsere angesparte Altersvorsorge treibt als Spekulation die Mieten hoch, privatisiert Gemeinschaftsvermögen, aber so viel Wirtschaftswissen haben nur Anlage-Beratende.

Eine Gemeinwohl-Orientierung wie in der gesundheitlichen Selbsthilfe und der sozialen Selbstorganisation muss auch in das Recht und das Wirtschaften einziehen, sonst wird das bürgerschaftliche Engagement wie das Ehrenamt zum Feigenblatt der Feiertags- und Ordens-Politik mit Blumen und Kerzen.

Bewusstseinsbildung in den vielen tausend Selbsthilfegruppen unseres Landes wäre aus dem 12. Schritt der Anonymen Gruppen abzuleiten:

soziale Selbsthilfe ist noch das gemeinsame Lernen

soziale Selbsthilfe kann am Anfang die gleiche Anleitung brauchen, wie die Gesundheits-Selbsthilfe und die 12-Schritte-Gruppen, eine ursprüngliche Form: Gruppen wie der Anonymen Alkoholiker haben inzwischen viele Themen und Angehörigen-Treffen, bis Beziehungs- Internet, Porno, Sex und sonstige Sucht: Essen, Nikotin, neue Drogen …

  1. Anerkennen, dass man seinem eigenen Problem gegenüber machtlos ist. …
  2. Zum Glauben kommen, dass nur eine Kraft, größer als man selbst, die eigene geistige Gesundheit wiederherstellen kann
  3. Den Entschluss fassen, seinen Willen und sein Leben der größeren Kraft (Gruppe?) anzuvertrauen
  4. Eine gründliche und furchtlose Inventur seiner selbst machen
  5. Vor sich selbst und gegenüber einem anderen Menschen sein begangenes Fehlverhalten eingestehen.
  6. Die Bereitschaft, Verhaltensweisen, die das Leben behindern, entfernen zu lassen
  7. Daran arbeiten, dass die gemeinsame Kraft sämtliche „chronisch das Leben behindernde Verhaltensweisen“ beseitigt
  8. Auflistung aller Personen, denen man Unrecht getan und Schaden zugefügt hat, Bereitschaft zur Wiedergutmachung
  9. Wo immer möglich, diese Personen entschädigen, außer, wenn sie oder andere dadurch verletzt würden.
  10. Die „innere Inventur“ fortsetzen und zugeben, wenn man im Unrecht ist.
  11. Durch „Gespräch und Besinnung“ eine tiefe bewusste Beziehung zu allen Wesen aufbauen
  12. Die gute Nachricht an andere Betroffene weiter geben und den Alltag neu ausrichten

modifiziert: https://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf-Schritte-Programm#Zw%C3%B6lf_Schritte wie http://faehrhaus.info „ohne Gott“

Selbstorganisation für Selbst-Bewusste

Wer noch in sich selbst, seine Familiengeschichte, in Traumen und in die Rettung seiner eigenen Person verstrickt ist, wird nicht sofort dazu in der Lage sein, aber die Underground-Railrod wartet überall auf der Welt, nicht immer nett, aber oft hilfreich, vor allem, wenn sie vor den falschen Drogen warnt: https://selbstorganisation-muc.blogspot.com/2020/12/underground-railroads-der-unterdruckten.html

Selbstorganisation braucht Selbst-Bewusstsein, das sich abgrenzen UND organisieren kann: Derzeit gibt es tausende von Schwätzern, die ein besseres Modell der Welt erklären möchten, aber keineR hört ihnen zu: Weil der Anfang der Ordnung nicht positiv spürbar ist, vor allem in der Verlassenheit der COVID-Leugner zwischen singenden eso-Mädchen, wie Hare-Krishna-Jünger voll Inbrunst und ohne Kontakt zur Realität der Anderen.

Bewusstseinsbildung legt das Kritische Denken in uns wieder frei, verschüttet von der Angst der Negativität und Verzweiflung, dass der Brunnen unendlich tief und tödlich wäre … wer sagt dir, dass dort unten nicht Blumen blühen und Erdbeeren wachsen? War das im „Tod des Märchenprinzen?“

Ursprünge in der Anarchie und in Genossenschaften

Die russischen Fürsten-Söhne Michail Bakunin und Pjotr Kropotkin hatten in den südeuropäischen und südamerikanischen Kreisen der Arbeiter-Organisation mehr Wirkung, die in deutschen und britischen Regionen in der Marx-Fixierung auf Parlamentarismus und Parteien und dann die Idee der zentralistischen „Diktatur des Proletariats“ unterging, was auch Rosa Luxemburg bei Lenin deutlich kritisierte, aber auch noch der gläubige Stalinismus der DDR kritisierte lieber ihren „Luxemburgismus“.

Sie sah auch deutlich, dass die braven Gewerkschaften als Arbeitsplatz-Besitzende nicht zu einem Generalstreik und zu Enteignungen und Selbstverwaltung der Produktionsmittel in der Lage sind.

Selbst organisieren

community Organizing im FOCO beim http://netzwerk-gemeinsinn.org und Notizen auf http://fritz-letsch.jimdo.com

soziale_selbsthilfe.1618748557.txt.gz · Zuletzt geändert: 2021/04/18 14:22 von fritz