Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


weisse_rose

Alexander Schmorell konnte zuerst noch bei Lilo_Ramdohr untertauchen, als Sophie und Hans Scholl und Christoph Probst nach den Flugblatt-Aktionen im Lichthof der LMU München festgenommen worden waren. Er besuchte 1935 gemeinsam mit Christoph Probst das Neue Realgymnasium in München,

Studentenkompanie bedeutet:

Im Krieg ist das Medizinstudium praktisch angelegt, die Studierenden lernen die Anatomie nicht nur an Leichen, sondern in den „Semesterferien“ am verwundeten Soldaten, als „Famulatur“ wie ein Praktikum bezeichnet, amputieren und operieren in den Lazaretten bei Minsk und Smolensk und lernen das Grauen und Sterben des Krieges vor Ort kennen. Das wirkt sich dann auch in den Flugblättern aus …

https://muniaturen.blogspot.com/2021/04/weisse-rose-am-ostbahnhof-die-bilder-am.html

Der junge deutsche Medizinstudent mit russischer Mutter, mit den Freunden im Lazarett an der Ostfront die gleichaltrigen Verletzten amputieren, behandeln, ins Sterben begleiten, zwischendurch ausreitend, mit den Menschen dort im Kontakt, erlebte die Schrecken des deutschen Krieges auch an den bäuerlichen Überlebenden in der Region.

Von der Ostfront bei Minsk und Schmolensk

zur medizinischen Studenten-Kompanie gehörten wohl, mit Hans Scholl auch Jürgen Wittenstein und Wolfgang Jäger (denen nichts nachgewiesen werden konnte) zur Weissen Rose, die im Sommer zur Famulatur an der Ostfront arbeiteten: (S.63) https://muniaturen.blogspot.com/2021/03/vier-junge-medizinstudenten-in-munchen.html

oder genauer bis Gshatsk* (s.u.) nach einem Sommer in der „Famulatur“, dem medizinischen Praktikum der aktuellen Praxis des Krieges mit Willi Graf, Hans Scholl, Alexander Schmorell und Christoph Probst werden diese Erlebnisse der Ostfront gemeinsam verarbeitet:

Mein Vater war fast gleichaltrig mit Hans Scholl und nach 1918 bei Ulm aufgewachsen, im Sommer 1942 auch an der Ostfront im Lazarett um Minsk und Smolensk gelandet, allerdings als Patient, dann noch mit einem Bein. Er wurde dann in München umgeschult, vom Schreiner zum Berufsschul-Lehrer. Die Nazi-„Pädagogik“ wirkte auch in der Familie weiter …

Nach ihrer Rückkehr im November 1942 nach München forcierten sie ihre Arbeit erheblich. Sie versuchten Kontakt zu anderen Widerstandsgruppen herzustellen, in weiteren Städten außerhalb Münchens aktiv zu werden und riefen die Bevölkerung direkter zum passiven Widerstand auf.

Bereits das fünfte Flugblatt wurde im Januar 1943 in München und einigen anderen süddeutschen Städten verbreitet. Am 3. und 4. Februar schrieben Graf, Hans Scholl und Schmorell an mehreren Gebäuden in München die Parolen Nieder mit Hitler und Hitler der Massenmörder.

Am 8. und 9. Februar 1943 luden sie .., erneut durch Ramdohrs Vermittlung, Falk Harnack zu Besprechungen in München ein und planten für den 25. Februar 1943 ein Folgetreffen in Berlin.

Die gleiche Aktion wurde am 8. und 9. Februar wiederholt. Am 15. Februar 1943 vervielfältigten sie ihr sechstes Flugblatt, organisierten den Versand und brachten weitere Maueraufschriften in der Nacht an.

Die Aktivitäten des Herbstsemester 1942

Am 3. und 4. Februar schrieben Graf, Hans Scholl und Schmorell an mehreren Gebäuden in München die Parolen Nieder mit Hitler und Hitler der Massenmörder

Lilo Ramdor und Falk Harnack wurden zusammen mit Schmorell, Kurt Huber und Willi Graf verhaftet, aber im Prozess mangels Beweisen freigesprochen.

Zur Beziehung mit Alexander Schmorell https://www.sueddeutsche.de/politik/die-weisse-rose-sophie-scholl-war-in-alexander-schmorell-verknallt-1.1094704

Weisse Rose Institut

https://weisserose.info mit noch etlichen Verbindungen, wie zuletzt der Freiheitsaktion Bayern mit http://www.nikolaus-gross.com/geistiges-erbe/quecke.html und Wolf Dohrn und Harald Dohrn https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Dohrn

Christoph Probst, Ananda (genannt Christel) https://www.deutsche-biographie.de/gnd11917958X.html#ndbcontent

https://de.wikipedia.org/wiki/Lilo_Ramdohr : Freundschaften in der Weißen Rose. Verlag Geschichtswerkstatt Neuhausen, München 1995

Weisse Rose und Willi Graf, Hans Scholl und Alexander Schmorell, Christoph Probst in der Nachkriegszeit Hildegard Hamm-Brücher

„daß Jürgen Wittenstein nach den ersten drei Tagen im Zug nach Warschau … zu der „Gruppe“ gehörte. Er verbrachte die dreiwöchige Fahrt von München bis Gshatsk mit Scholl und Schmorell im gleichen Abteil. Bei der Ankunft in Gshatsk wurden die Freunde an verschiedene Frontabschnitte verteilt, die anfangs nahe beieinander lagen.

Nur deshalb konnte Wittenstein diverse Aufnahmen von der Gruppe (u. a. vom Abschiedsessen in Gshatsk) machen. Erst nach etwa einer Woche wurde er nach Wjasma versetzt und war nicht mehr in der unmittelbaren Nähe der anderen.

Zeugnisse der Eltern Scholl, Frau Professor Huber, der Mutter von Christoph Probst und Frau Hildegard Hamm-Brücher (s. deren Autobiographie „Freiheit ist mehr als ein Wort“, Kiepenheuer & Witsch, S. 96) belegen, daß Jürgen Wittenstein zum Freundeskreis der Weißen Rose gehörte.“ 2003 http://buecher.hagalil.com/aufbau/gegendarstellung.htm

weisse_rose.txt · Zuletzt geändert: 2021/05/09 12:21 von fritz